von unserem Redaktionsmitglied 
Hartmut Neubauer

Hirschfeld — Als einer der "dienstältesten" Kreisklassisten musste der FC Hirschfeld vor einem Jahr den bitteren Weg in die A-Klasse antreten. Doch davon ließ sich die Mannschaft von Trainer Dieter Schirmer nicht beirren und schaffte letztlich recht souverän den sofortigen Wiederaufstieg.
Und so bitter wie befürchtet erwies sich das Jahr in der A-2 für den gesamten Verein letztlich auch gar nicht. "Der Abstieg hatte für uns sogar viele positive Aspekte", sagt der Trainer. "Die Mannschaft hat von Anfang an voll mitgezogen, was auch in der deutlich besseren Trainingsbeteiligung zum Ausdruck kommt." Da in der A-Klasse die Ergebnisse wieder meist positiv waren, hellte sich die Stimmung im gesamten Umfeld deutlich auf. Daher erwies sich die Saison 2013/14 auch in wirtschaftlicher Hinsicht als ein Erfolg, obwohl weniger Heimspiele auf dem Programm standen. Schirmer: "Die Saison hat mir jedenfalls absolut Spaß gemacht."
Dabei mussten einige Rückschläge verkraftet werden. So blieb die Mannschaft in den letzten drei Spielen der Vorrunde bei Mitkonkurrenten um den Aufstieg ohne Sieg und holte dabei nur einen Zähler. Die Folge waren Platz 3 und fünf Punkte Rückstand zum Herbstmeister SSV Lahm-Hesselbach.
"Wir haben jedoch auch davon profitiert, dass sich unsere Konkurrenten die Punkte gegenseitig abgenommen haben", blickt Dieter Schirmer zurück. Der FC Hirschfeld überwinterte somit punktgleich mit dem SV Reitsch an der Tabellenspitze.
Das Unternehmen "sofortiger Wiederaufstieg", das erklärte Ziel von Mannschaft und Trainer, geriet im Frühjahr allerdings nochmals in Gefahr, als der FC unmittelbar nach der Rückkehr aus dem Trainingslager eine nicht eingeplante 1:4-Niederlage beim ASV Kleintettau II kassierte. Als "Knackpunkt" bezeichnet der Trainer das Spiel beim FC Lauenstein, das souverän mit 3:1 gewonnen wurde. In den letzten acht Spielen gab man sich schließlich keine Blöße mehr und sicherte sich durch ein 0:0 gegen die SG Birnbaum am vorletzten Spieltag die Meisterschaft. Am Schluss betrug der Vorsprung vor Vizemeister FC Welitsch sogar sieben Punkte.
Mit 82 Treffern hat der FC Hirschfeld den erfolgreichsten Angriff und stellt mit Tobias Wicklein, der 28-mal getroffen hat, auch den Torschützenkönig der A-2. Nur 17 Gegentore bedeuten ebenfalls Bestwert. Daher ist es nicht leicht, den Erfolg an einzelnen Personen festzumachen. "Florian Brückner hat sich nach der Winterpause als Glücksfall für uns erwiesen, und Lukas Beranek war als Defensivstratege sehr wichtig für uns", lobt Schirmer dennoch.
Dass auf den FC Hirschfeld in der neuen Saison ganz andere Herausforderungen warten, ist dem Trainer natürlich bewusst. "In der A-2 waren es nur einige gute Mannschaften, doch in der Kreisklasse ist man in jedem Spiel gefordert", weiß er aus langjähriger Erfahrung. Die Mannschaft wird vermutlich zum größten Teil zusammen bleiben. Als erster Zugang steht Florian Fillweber (SV Rothenkirchen) fest.