Nach 15 Jahren konnte die Dorferneuerung in Hirschbrunn erfolgreich abgeschlossen werden. Die Feierlichkeiten begannen mit einem ökumenischen Festgottesdienst.
Die Dorferneuerung biete nicht nur die Erneuerung des äußeren Erscheinungsbilds, sondern auch eine innerliche Erneuerung, betonte Pfarrer Bernhard Friedmann, denn der Gemeinschaftsgeist sei mit dieser Maßnahme geweckt und gestärkt worden. Für Hirschbrunn betete er um einen Ort der Gemeinschaft, der Begegnung, der Freude und der Heimat.
Im Anschluss segnete der Pfarrer zusammen mit den Festgästen und der Ortsbevölkerung die neuen Maßnahmen. Bürgermeister Johannes Maciejonczyk dankte allen Beteiligten und bezeichnete das Ergebnis als gelungenen und einen Erfolg.
Das zeige auch die hohe Akzeptanz in der Bevölkerung. Der Markt Burgebrach selbst wendete rund eine Million Euro auf - so viel wie noch in keiner Dorferneuerung im Gemeindebereich.


Millionen flossen

Insgesamt wurden für die Katasterneuvermessung, den Ausbau der Kreisstraße BA 33 und der Ortsdurchfahrt Hirschbrunn, den Abbruch und Neubau der Trafostation, der Neugestaltung des Spielplatzes, eines Fest- und Bolzplatzes, der Gemeindeverbindungsstraße in Richtung Treppendorf sowie Straßenbau mit Kanal und Wasserversorgung und weiteren Maßnahmen 2,4 Millionen Euro in den Gemeindeteil Hirschbrunn investiert. Der Anteil des Amtes für ländliche Entwicklung lag bei rund 280 000 Euro, der Landkreis Bamberg schoss 450  000 Euro zu und der Zweckverband zur Wasserversorgung der Auracher Gruppe trug einen Anteil in Höhe von 465 000 Euro."Was lange währt, wird endlich gut", sagte Landtagsabgeordneter Heinrich Rudrof (CSU). Bereits zu Beginn der Maßnahme im Jahr 2001 war er dabei.


"Schaut gut aus"

Hirschbrunn habe durch das Projekt Dorferneuerung gewonnen. Rudrof beglückwünschte die Ortsbevölkerung sowie den gesamten Markt Burgebrach zum guten Ergebnis der gemeinschaftlichen Maßnahme. Stellvertretender Landrat Johann Pfister stellte fest: "Hirschbrunn schaut gut aus."
Ohne die Dorferneuerungsmaßnahmen könnten die kleineren Orte in dieser Form nicht verändert werden. Auch die privaten Eigentümer würden stärker motiviert, ihre eigenen Anwesen zu verschönern.
Wolfgang Kießling, Baudirektor und Abteilungsleiter Oberfranken West vom Amt für ländliche Entwicklung, gab einen zeitlichen Abriss zum Ablauf der Maßnahmen. Er dankte für die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Markt Burgebrach, der die Bauträgerschaft übernommen hatte. Auch das ehrenamtliche Engagement des Vorstands der Teilnehmergemeinschaft würdigte er als vorbildlich. Die Gewinner seien die Bewohner von Hirschbrunn. Die abschließende Vermessung und Abmarkung werde erst voraussichtlich in drei Jahren erfolgen können. Das habe auch den Vorteil, dass in dieser Zeit noch private Maßnahmen gefördert werden können.


Wettbewerbsreif

Für den bevorstehenden Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden" sei Hirschbrunn gerüstet und er wünschte dabei viel Erfolg.
Die örtliche Marktgemeinderätin Renate Zürl führte durch das Programm. Sie dankte stellvertretend für die Hirschbrunner allen Beteiligten. Die musikalische Umrahmung der Feierlichkeiten hatte die Blaskapelle Mönchherrnsdorf übernommen.