Mehrere Änderungen für die Ausführung der Dorferneuerung wurden vom Gemeinderat einstimmig verabschiedet. Die Verkehrsinseln vor Haus Nr. 16 und Nr. 3 fallen weg, um das Ein- und Ausfahren nicht zu behindern. Dafür werden im Einmündungsbereich zur St 2243 eine überfahrbare Verkehrsinsel mit Schleppkurve gebaut und zur Geschwindigkeitsreduzierung auf der Ortsstraße Richtung Hetzles zwei Fahrbahnverschwenkungen in die Ausführungsplanungen integriert.


Mehr Sicherheit

Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Geschwindigkeit zu reduzieren, gleichzeitig aber landwirtschaftliche Maschinen nicht behindern. Ebenso werden im Zug der Neugestaltung der Ortsdurchfahrt Honings die Bushaltestellen behindertengerecht umgebaut.
Ausgiebig diskutierten die Räte in Hetzles in der Gemeinderatssitzung auch die Erneuerung des Regenwasserkanals, der vom Dorfplatz in Richtung Hetzles verläuft. Bei einer Überprüfung der Kanalunterlagen stellte das Ingenieurbüro Höhnen und Partner fest, dass der Regenwasser-Kanal mit DN 200 unzureichend dimensioniert ist und nicht mehr dem Stand der Technik entspricht. Es wurde empfohlen, bei der Dorferneuerung - auch im Hinblick auf die sich häufenden Starkregenereignisse -den Kanal auf einer Länge von rund 70 Metern im Zug der Gesamtbaumaßnahme auf mindestens 250 DN zu vergrößern.
Dadurch würden Tiefbaukosten durch Synergieeffekte mit dem Straßenbau eingespart werden. Peter Mehl (BHuH) fand, der Kanal liege schon so lange drin und bis jetzt sei nichts passiert: "Es gibt keinen Grund, ihn auszuwechseln und wir dürfen die Bürger in Honings finanziell nicht über Gebühr belasten."
Bürgermeister Franz Schmidtlein gab zu bedenken, eine Gewährleistung werde vom Planungsbüro abgelehnt, sollte etwas passieren. Sollte der Kanal später Schäden verursachen und ausgetauscht werden, entstünden wesentlich höhere Kosten. Die Asphaltschicht müsse sowieso entfernt werden. Da wäre es kein großer Aufwand mehr, im Kanal größer dimensionierte Röhren zu verlegen.


Eigeninitiative

Der Kanal wurde privat verlegt und dann schlossen die Eigentümer ihre Häuser selbst an, bevor er in den Besitz der Gemeinde überging. Edwin Schmidtlein (BH) befürwortete eine Erweiterung auf DN 250, denn die Möglichkeit, alles auf einmal im Rahmen der Dorferneuerung auszuführen, gebe es kein zweites Mal.
Die Gemeinde könne nicht für alles in Haftung genommen werden, falls Schäden durch Hochwasser entstünden, sagte Bürgermeister Schmidtlein. Den Beschlussvorschlag der Verwaltung, den Kanal auf 70 Metern Richtung Hetzles in der Gesamtmaßnahme zu erneuern, lehnten die Gemeinderäte allerdings mit Stimmengleichheit ab.