Bernhard Panzer

24 674 Menschen haben im Dezember ihren Erst- oder Zweitwohnsitz in Herzogenaurach, nach Erstwohnsitz sind es immerhin 23 819. Beide Zahlen bedeuten eine Steigerung von einem Prozent. Das geht aus dem Jahresbericht von Bürgermeister German Hacker (SPD) hervor.
Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang noch eine weitere Zahl: 21 374 Menschen haben einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz in Herzogenaurach. Das wiederum bedeutet eine Steigerung von sogar fünf Prozent. Dem gegenüber standen nur 267 Arbeitslose, ganze 17 Prozent weniger als im Vorjahr. Und noch zwei Zahlen bemüht der Bürgermeister gern in seinen Statistiken: die Ein- und Auspendler. Denn auch die Zahl derjenigen Bürger, die von außerhalb zu ihrem Arbeitsplatz nach Herzogenaurach fahren, wächst zusehends. Sechs Prozent sind es mehr als zum Jahresende 2015, nämlich 16 484. Dem stehen 5366 Auspendler gegenüber, ein Rückgang von 0,9 Prozent.
Keine Frage, das dies auch eine Zunahme des Verkehrs mit sich bringt. Den will die Stadt durch Straße und Schiene mittelfristig auffangen. Für die Südumgehung von Niederndorf mit direktem Anschluss von Schaeffler wurde das Raumordnungsverfahren abgeschlossen. In Sachen Stadtumlandbahn wurde 2016 der Zweckverband gegründet. Auch der Busverkehr nach Erlangen wird ausgeweitet. Außerdem sollen Radschnellwege entstehen.
Viel geplant und gebaut wird derzeit in der Stadt. Adidas und Puma, aber auch Proleit investieren kräftig am Standort, des Weiteren füllt sich das neue Gewerbegebiet an der Bamberger Straße. 496 neue Wohneinheiten entstehen darüber hinaus im zweiten Bauabschnitt des neuen Stadtteils auf der Herzo Base.
Die Entwicklungen des Jahres 2016, weitere Planungen und Bauarbeiten der Stadt sowie andere Streiflichter des Jahres haben wir im Jahresrückblick in dieser Ausgabe zusammengefasst.
Weiter positiv verläuft die finanzielle Entwicklung der Stadt. 41 Millionen Euro betragen allein 2016 die Einnahmen aus der Gewerbesteuer, was eine knappe Verdopplung des geschätzten Ansatzes zum Jahresbeginn ausmacht. Fast 62 Millionen Euro Rücklagen hat die Stadt auf dem Konto, die Schulden betrugen eine Million Euro zum Jahresende. Vorsichtiges Handeln sei aber auch 2017 angesagt, berichtet Hacker, da die Gewerbesteuereinnahmen erneut wieder "nur" 21 Millionen Euro erwarten lassen.