von unserer Mitarbeiterin Pauline Lindner

Adelsdorf — Nicht erst seit der Haushaltserläuterung durch Kämmerer Christian Jakobs ist die Ansiedlung neuer Bürger durch neue Baugebiete ein Thema im Adelsdorfer Gemeinderat. Aus dem großen Areal am Reuthsee ist allerdings das Tempo raus. Der neue Eigentümer drängt nicht auf eine so schnelle Umsetzung des ersten Bauabschnitts wie die Vorbesitzer-Gesellschaft. Gleichwohl wird das Bauleitverfahren fortgeführt.
Der Gemeinderat arbeitete die Anregungen der Träger öffentlicher Belange in den Flächennutzungsplan ein. Das Plangebiet ist über 140 000 Quadratmeter groß. Kleine Flächenteile mussten von Wohnbau in Mischgebiete und umgekehrt sowie als Ausgleichsflächen ausgewiesen werden. Der überarbeitete Plan wird dem Landratsamt zur Genehmigung vorgelegt. Der Bauplan dazu wird zwischen 7. Juli und 7. August öffentlich ausgelegt.

Wendehammer wird geplant

Wegen eines privaten Baugesuchs muss der Flächennutzungsplan für Heppstädt überarbeitet werden. Das Wie beriet vor der Ratssitzung der Bauausschuss. Er schlug vor, auf dem Grundstück vier Einzelhäuser mit je einer Wohneinheit zuzulassen. Das bebaute Gebiet soll wegen benachbarter Bauernhöfe Mischgebiet bleiben, die neue Fläche Wohngebiet werden.
Zur Abrundung soll auch eine kleine Fläche am Ende der namenlosen Stichstraße am westlichen Ortsrand aufgenommen werden. Dort hatte die Gemeinde 2004 geplant, einen Wendehammer zu errichten. Aus Kostengründen, weil es den damals wenigen Anrainern zu teuer war, wurde das Vorhaben nicht ausgeführt. "Nun soll der Platz dafür gesichert werden", erläuterte Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) die beigefügte alte Planskizze. Dennoch verstrickte sich der Rat im Thema Wendehammer, bis nach längerer Debatte Matthias Rühl vom Büro Stadt & Land den Auftrag erhielt, nach den vom Ausschuss erarbeiten Kriterien den Plan zu zeichnen. Käme irgendwann der Wendehammer, müssten voraussichtlich die bisherigen Anrainer keine Kosten tragen, denn die Stichstraße ist, so Bauamtsleiter Peter Müller, vollständig abgerechnet.

Alte Deponie gast nicht mehr aus

Keinen Kummer mehr macht der Gemeinde die alte Deponie im heutigen Gewerbegebiet am Langgraben. Die jüngste Untersuchung wies kein Deponiegas mehr nach, so dass die jährliche Kontrolle entfallen kann. Das Gelände darf aber weiterhin nicht bebaut werden.
Der Rat vergab zwei Straßennamen. Die im Baugebiet Aischblick wird die Saltendorfer Straße; das Baugebiet zwischen Schloss und Schule wird nach der Flurbezeichnung "Am Schulgarten" heißen.
Neben das Fischereimuseum in Neuhaus kommt ein Nebengebäude. Auf knapp 40 Quadratmetern sind Toiletten und ein Geräteraum geplant. Der Bauausschuss billigte diesen Bauplan.
Er ist nötig, um an zwei Fördertöpfe zu kommen, einmal den Europäischen Fischereifonds (für den ihn betreffenden Museumsteil samt Restaurierung der Exponate) und zum anderen an LAG-Mittel.