Bamberg — "Fünf Jahre nach meiner ersten Medaille bei den Männern hat es jetzt wieder geklappt, ich bin total glücklich", freute sich Felix Hentschel von der LG Bamberg nach seinem Rennen über 3000 Meter Hindernis bei der deutschen Meisterschaft vor rund 21 000 Leichtathletik-Fans im Nürnberger Grundig Stadion.
Vom Startschuss weg war es ein schnelles Rennen: Der Frankfurter Nico Sonneberg sorgte für ein hohes Tempo, der erste Kilometer wurde in 2:51 Minuten absolviert. Felix Hentschel folgte dicht dahinter an Position drei. Direkt vor ihm lief zu diesem Zeitpunkt Martin Grau vom LSC Höchstadt, der Favorit. In der vierten Runde machte der Bamberger Hentschel dann einen Fehler und blieb mit dem Knie am Hindernisbalken hängen. "Das hat ganz schön gescheppert und ich bin erstmal humpelnd weitergelaufen", erinnert sich Hentschel. Bis auf den sechsten Platz fiel Hentschel in diesem Moment zurück. Doch der routinierte Läufer fing sich körperlich und mental wieder und setzte im letzten Drittel des Rennens zum Angriff an. 500 m vor dem Ziel lief Hentschel schon auf den sich an dritter Position befindlichen Sonneberg auf, der dann direkt vor Hentschel stürzte. "Dann habe ich gesehen, dass der Zweite auch nicht so weit weg ist und bin eingangs der letzten Runde nochmal voll angetreten."
Martin Grau gewann das Rennen in 8:41,50 Min. Felix Hentschel freute sich über eine neue Saison-Bestleistung (8:46,53 Min.) und gewann dank eines sehr schnellen letzten Kilometers die Silbermedaille. Hannes Liebach vom SCC Berlin komplettierte das Siegerpodium.
Hentschel resümierte: "Nach so vielen Jahren Leistungssport gewinnt man ja nicht nur für sich alleine, sondern auch für die Familie und alle Trainingspartner und Freunde, die mitfiebern und mich aufgebaut haben, wenn es nicht so gut lief. Jetzt können wir uns erstmal freuen!"
Die 4x400m-Staffel der LG Bamberg (Florian Leibbrand, Daniel Müller, Niklas Grüner und Jonas Trusen) lief 3:30,97 Min., was nicht zum Einzug ins Finale der besten acht reichte. Die Stimmung im Grundig-Stadion einzusaugen, war aber bestimmt ein Gewinn für die jungen Athleten der LGB. red