Vierzehnheiligen — Ruhe, Entspannung, körperliche Erholung und kulturelle Angebote bietet das Leistungsnetzwerk der Caritas in Bamberg Seniorinnen und Senioren aus der Erzdiözese Bamberg. Neben Bad Brückenau, Cham/Oberpfalz, Bad Bocklet steht auch das Diözesan-Haus in Vierzehnheiligen einmal im Jahr auf dem Programm.
Unter der Leitung von Hannelore Fridl, die schon seit zehn Jahren die Veranstaltung durchführt, hatten die Senioren im Alter von 58 bis 92 Jahren einen festen Tagesplan, der jeden Morgen mit Bewegungsübungen im Sitzen unter dem Motto "Fit für den Tag" begann. Nach der Mittagspause wurde um 14.30 Uhr dreißig Minuten meditiert. Täglich wurden zudem interessante Vorträge mit kompetenten Referenten angeboten.
Monsignore Edgar Hagel aus Vierzehnheiligen erzählte aus seinem Leben, Frau Stengel referierte über Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Hospiz. Die Veen-Harfen-Gruppe aus Ebensfeld gestaltete einen musikalischen Nachmittag, bei dem die Senioren zum Mitsingen eingeladen wurden. Begeistert waren die Anwesenden vom Orgelkonzert in der Basilika, das vom Meister an der Orgel, Georg Hagel, gestaltet wurde.
Großes Interesse erweckte jedoch vor allem der Vortrag von Walter Mackert, Stadtrat und Seniorenbeauftragter der Stadt Bad Staffelstein, der wertvolle Tipps unter dem Motto "Zivilcourage" gab. Man sollte nicht nur Freunden helfen, sondern auch fremden Personen, die in Not geraten sind.
Bei körperlichen Übergriffen könne man in jedem Alter helfen - natürlich nur dem Alter entsprechend. So könne man Menschen, die vorbeikommen, gezielt ansprechen und zur Hilfe auffordern. Außerdem solle man - wenn möglich - einen Notruf mit dem Handy absetzen.
Der Irrglaube, dass, wenn das Eingreifen der Hilfskräfte nicht nötig war, die Kosten auf die meldende Person zurückfallen würden, sei zwar sehr verbreitet, aber einfach falsch. Lieber einmal mehr anrufen, als wegschauen, so Walter Mackert.
Jeder könne, egal welchen Alters, schon dadurch Erste Hilfe leisten, dass er bei der eventuell verletzten Person bleibe und mit ihr rede, bis die Hilfskräfte eintreffen würden.
Auch auf den Enkeltrick und die telefonische Abzocke bei Senioren ging Walter Macker ausführlich ein. Beendet wurde die erholsame Woche mit einem bunten Abend und einer großen Verlosung. hkla