Wegen des Leserbriefs von Lujza Schmögner (4. Juli 2016 ) zum Stadtrundgang des VdK-Kreisverbandes ("Wie oft muss man die Stadt noch begehen, um festzustellen, dass unzählige Barrieren auf die Stadtbewohner und Stadtbesucher lauern?") erreichte uns diese Stellungnahme des VdK-Kreisvorsitzenden Heinz Hausmann:
"Was will Frau Schmögner mit ihrem Leserbrief? Einen Stadtrundgang zu diesem Anliegen gab es schon vor 30 Jahren und ich würde es begrüßen, wenn es diese auch in Zukunft noch geben würde, um immer wieder festzustellen, was verbessert wurde und was es noch zu tun gibt. Barrierefreiheit, Barrieren beseitigen muss in einer über 1000-jährigen Stadt wie Kronach. ein Dauerthema sein. Es kann nicht alles von heute auf morgen erledigt werden.
,Steter Tropfen höhlt den Stein.‘ Viele kleine Schritte , bringen uns im Laufe der Zeit ganz schön nach vorne. Eine seit über 30 Jahren gehbehinderte Frau sagte: ,In dieser Zeit wurde in Kronach sehr viel verbessert.‘
Beim Stadtrundgang ging es uns darum, festzustellen, was gibt es für gute Beispiele und wo gibt es noch Barrieren zu beseitigen. Bei der Sanierung der Lucas-Cranach-Schule, der Realschulen, der Gymnasien und weiterer öffentlicher Einrichtungen wurde in den letzten Jahren eine gute Arbeit geleistet. Vorbildlich sind auch die Eingangsbereiche des Pfarrzentrums St. Johannes und der AOK-Geschäftsstelle geworden. Die Wege bei der Landesgartenschau im Jahr 2002 wurden bereits schon damals behindertengerecht geschaffen.
Verschiedene Kronacher Behörden und Dienstleister haben in den letzten Jahren für Behinderte Zugangs- und Bedienungsmöglichkeiten geschaffen, die beim Stadtrundgang getestet wurden. Es hat geklappt und gut funktioniert. Und trotzdem gibt es noch viel zu tun.
Es sind oft Kleinigkeiten, die für manche Menschen Barrieren sind. Auch vom VdK wird bedauert, dass es vor Jahren mit dem Aufzug vom Marienplatz zur Oberen Stadt nicht geklappt hat. In Zukunft dürfen wir nicht mit verbundenen Augen durch die Stadt. Barrierefreiheit ist ein Menschenrecht. Dafür müssen wir uns auch in Kronach und dem ganzen Landkreis stark machen.
Schön, dass der 3. Bürgermeister Markus Wich, CSU-Fraktionsvorsitzender Jonas Geissler, Altlandrat Dr. Heinz Köhler, Dipl.-Ing. Jochen Löffler von den Stadtwerken, die Vorsitzende des Seniorenbeirates Hanni Wachter, Behinderte und VdK-Vorstandsmitglieder dabei waren und mit uns in Zukunft an einen Strang ziehen."