Die Gemeinde Wilhelmsthal legt ihr Hauptaugenmerk bei der energetischen Sanierung zunächst auf das Rathaus in Steinberg. In der Bürgerversammlung ließ Bürgermeisterin Susanne Grebner das Haushaltsjahr 2015 Revue passieren.
Der rund 7,5 Millionen Euro umfassende Vorjahreshaushalt konnte ohne Kreditaufnahme abgeschlossen werden. Die Kredittilgung war mit 350 000 Euro um 50 000 Euro höher als die vom Land gewährte Stabilisierungshilfe. Investiert wurde in verschiedene Straßensanierungsmaßnahmen. In Roßlach konnte ein Spielplatz neu errichtetet werden. Eine neue Bestuhlung erhielt das Gemeindehaus in Hesselbach, die Vereinszimmer der Mehrzweckhalle und die Turnhalle Wilhelmsthal. Als ganz große Baustelle bezeichnete die Bürgermeisterin die KC 28, wobei der Kreis als Baulastträger auftrat. Von den Anwohnern wurde viel Geduld gefordert, denn schließlich sei einiges nicht so gelaufen, wie es geplant war, meinte Susanne Grebner. Zum 50-jährigen Kirchenjubiläum hat die Gemeinde die Bezuschussung der Kirche in Gifting mit knapp 6000 Euro unterstützt. Die Tiefbauarbeiten für den DSL-Ausbau sind zu 98 Prozent abgeschlossen. Im August soll das gesamte Gemeindegebiet ans Netz gehen, informierte die Bürgermeisterin. Sie zeigte sich erfreut über das im vergangenen Jahr Geleistete.
Im Ausblick führte sie insbesondere den bereits genehmigten Haushalt (wir berichteten) an. Dabei soll das Rathaus mit Kosten in Höhe von 80 000 Euro saniert werden. Die Feuerwehr in Steinberg erhält ein neues Gruppenfahrzeug.
Sie bemängelte, dass im Gemeindebereich an vielen Stellen zu schnell gefahren wird. Mit zwei gemeindeeigenen Messgeräten werden zunächst Aufzeichnungen gemacht. "Es ist erschreckend, wie schnell in 30-Kilometer-Zonen gefahren wird. Am Nachmittag wurde an der Schule ein Fahrzeugführer mit 104 Stundenkilometer gemessen", sagte sie. Bei Nichteinhaltung der Geschwindigkeit werde man gezwungen sein, durch die Polizei entsprechende Messungen durchführen zu lassen.


Problem mit den Brücken

Als großes Problem stellte sich der Fremdwasseranteil im Kanal dar, hier wird man mit entsprechenden Maßnahmen gegensteuern. Der erste von drei Bauabschnitten in der Grieser Straße mit vielen Bauwerken wird in den nächsten Wochen als Vollausbau angegangen. Ein Problem stellen die gemeindlichen Brücken dar. Zunächst wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben, daraus wird ein Sanierungskonzept abgeleistet.
Die Turnhalle wird aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (KIP) mit 378 000 Euro gefördert. In den vergangenen drei Jahren wurden Stabilisierungshilfen in Höhe von 1,1 Millionen gewährt. Grebner dankte für das Interesse am kommunalen Geschehen. "Wir können nur vertrauensvoll, tatkräftig und gemeinsam die großen Aufgaben der Zukunft lösen", erklärte die Bürgermeisterin.
Eines der wenigen Programme, das zu 100 Prozent bezuschusst wird, ist das sogenannte Energiecoaching. Markus Ruckdeschel von der Energieagentur Nordbayern stellte die Aufnahme und Zahlen von Wilhelmsthal vor. Er gab Tipps, wie man im privaten Haushalt Energieeinsparungen erreichen kann. In der Diskussionsrunde forderte Barbara Mann aus Eibenberg bei ihrer Ausfahrt, die außerhalb des Ortschildes liegt, eine Geschwindigkeitsbeschränkung.
Werner Welscher machte auf die Wichtigkeit eines Radwegs bei Gifting aufmerksam. Die Bürgermeisterin bemängelte zum einen die lange Bauzeit, zum anderen auch, dass man den Radweg erst später in die Planung aufgenommen hat. Sie bezeichnete es als Frechheit, dass es immer wieder neue Überlegungen gibt. "Ich gebe nicht auf, weiß aber, dass der Radweg nicht im Zuge der Straßenbaumaßnahme durchgeführt wird. Überall werden Radwege gebaut, in Gifting will man ihn offensichtlich nicht haben", sagte sie.


Angst vor hohen Beiträgen

Hans Gareis aus Effelter bemängelte die nicht die ganze Nacht durch brennenden Straßenbeleuchtungen. Reinhard Görtler aus Steinberg fragte wegen der Gleichbehandlung der Bürger bezüglich der Straßenausbaubeiträge. Er befürchtet, dass in der Grieser Straße hohe Beiträge auf ältere Einzelpersonen zukommen. Herbert Eidloth forderte eine Erdverkabelung in diesem Bereich.
Werner Schirmer aus Wilhemsthal sprach im Auftrag von 100 Bürgern die fehlenden Sonneneinstrahlungen in der Grümbelstraße an. Dies sei auf die immer größer werdenden Bäume zurückzuführen. Es sei zwar schon gelegentlich ausgelichtet worden, aber nicht ausreichend. Die Bürgermeisterin bezeichnete es als unvorstellbar, mit welchen Maßstab hier gemessen werde. Sie zeigte Verständnis für das Anliegen und versprach, dass das Lichtraumprofil freigeschnitten wird. Darüber hinaus wird sie einen weiteren Termin mit den Staatsforsten koordinieren.
Werner Hofmann sprach den Gehweg beim Kindergarten und die großen Löcher auf der Serpentine in Richtung Roßlach an.