Roth/Kronach — Der Triathlon in Roth hatte heuer 30. Jubiläum. Seit 27 Jahren gibt es die Ironman-Distanz (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und ein Marathonlauf). Es war die erste Veranstaltung über die Ironman-Distanz in Deutschland und bis 2001 auch die Qualifikation für die Triathlon-WM auf Hawaii. Seit 2002 gibt es den Challenge Roth, der jedes Jahr größer und beliebter wird. Heuer waren 3500 Einzelstarter und 650 Staffeln aus über 60 Nationen nach Roth gekommen, unter ihnen natürlich auch Triathleten des ASC Kronach-Frankenwald.
Für Alexandra Eidelloth, Silvester Kohlmann und Thomas Geiger sowie die Staffelstarter Michael Kalb (Schwimmen) Alexander Weith (Radfahren) und Stefan Frosch (Laufen) sollte es ein wirklich harter Tag werden. Schon um 6.30 Uhr zeigten die Thermometer 21 Grad an.
Geschwommen wird im Main-Donau-Kanal - eine perfekte Strecke für die Zuschauer, die neben den Schwimmer herlaufen können.

Nach 50 Minuten aus dem Wasser

Schnellster ASC-Sportler im Wasser war Michael Kalb in hervorragenden 50:03 Minuten, gefolgt von Silvester Kohlmann (1:00:50 Stunden) Thomas Geiger (1:03:53) und Alexandra Eidelloth (1:20:42). Der schnellste Schwimmer war nach 48:39 Minuten wieder an Land.
Auf zwei Radrunden geht es am Rothsee vorbei über Hilpoltstein und Greding zurück nach Roth. An der Steigung "Solarer Berg" stehen die Triathlon-Fans dicht gedrängt auf der Straße; kurz vor der Sportlern öffnet sich der "Tunnel" und gibt die Straße frei - ein einmaliges Erlebnis. Sogar die Profis legen hier Zwischensprints ein, um als Erster hochfahren zu können.
Die schnellste ASC-Radzeit hatte Silvester (4:44:41 Stunden); dies entspricht einem Schnitt von 37,9 Stundenkilometern. Es folgten Thomas (5:08:11), Alexandra (6:33:14) und Staffelfahrer Alex (5:26:06). Schnellster auf dem Rad war der spätere Zweitplatzierte, Nils Fromhold (4:15:15).
Der Marathon sollte es noch einmal in sich haben. Bei nun deutlich über 30 Grad war es kein Spaß, 42 Kilometer entlang des Main-Donau-Kanals zu laufen. Besonders Thomas Geiger musste sehr kämpfen. Bei ihm war schon bei Kilometer 80 auf dem Rad "die Luft raus". Er hatte an diesem Tag einfach keine Kraft und schleppte sich mehr schlecht als recht in 4:15 Stunden ins Ziel, das er nach insgesamt 10:33 Stunden erreichte.
Auch Silvester blieb unter seiner geplanten Zeit. 3:36:45 Stunden beim Marathon reichten für eine Endzeit von 9:26:45 Stunden; dies bedeutete Gesamtplatz 62. Alexandra lief nach 4:41:59 Stunden ins Triathlon-Stadion ein. Mit ihrer Gesamtzeit (12:46:26) war sie sehr zufrieden. "Es war meine erste Langdistanz; nun geht es darum schneller zu werden", sagte sie nach ihrem Finish.
Staffelläufer Stefan Frosch wollte unter drei Stunden bleiben, doch wegen der großen Hitze und der vielen Läufen auf den Wegen am Kanal schaffte er das nicht. 3:25 Stunden standen am Ende auf der Uhr. Die Gesamtzeit für die Staffel betrug 9:44:10 Stunden.
Gesamtsieger Timo Bracht (7:56 Stunden), der den Marathon in 2:44:32 Stunden lief, sagte nach dem Rennen: "Es ist wichtig, das, was man begonnen hat, auch zu Ende zu bringen." Damit brachte er auch zum Ausdruck, worum es beim Triathlon eigentlich geht. In den vergangenen Jahren war es vor allem um Top-Leistungen, neue Rekorde oder sonstige Sensationen gegangen, doch der eigentliche Gedanke beim Triathlon ist nach wie vor der, etwas zu schaffen, was andere nicht für möglich halten oder wo andere längst aufgegeben hätten.
Weitere Infos gibt's im Internet unter www.Challenge.com bzw. auf der Facebook-Seite des ASC Kronach-Frankenwald. tg