Kreis Forchheim — Handwerk und Abitur - passt das zusammen? In einer bundesweit in dieser Form bisher einmaligen Tagung setzten sich die Oberstudiendirektoren aller oberfränkischen Gymnasien und Vertreter der Handwerkskammer und des oberfränkischen Handwerks mit ebendieser Frage auseinander.
Deshalb stand bei der Direktorentagung unter Leitung des Ministerialbeauftragten Edmund Neubauer die Zusammenarbeit der Handwerkskammer und der Schulleiter der oberfränkischen Gymnasien besonders im Mittelpunkt.

"Ein wichtiger Schritt"

Auch das oberfränkische Handwerk selbst hat sich im Rahmen einer Diskussion zum Thema "Berufsperspektiven mit Abitur im Handwerk" in die Tagung eingebracht. " Das war ein wichtiger Schritt, um die Zusammenarbeit mit den Gymnasien hier in Oberfranken weiter zu intensivieren. Dies ist bundesweit einmalig. Insofern gehen wir einen vollkommen neuen Weg", erläuterte Thomas Zimmer, Präsident der Handwerkskammer Oberfranken (HWK).

Ausbildung zur Goldschmiedin

Wie gut Abitur und Handwerk in der Praxis zusammenpassen, machten Judith Kropfeld aus Röttenbach und Steffi Stahl aus Coburg den Schulleitern schnell klar.
Beide haben sich gegen ein Studium und für eine Ausbildung im Handwerk entschieden. "Im Nachhinein war die Entscheidung, Zahntechnikerin zu werden, ein absoluter Glücksgriff", so Judith Kropfeld.
Auch Steffi Stahl, die sich Ausbildung zur Goldschmiedin im elterlichen Betrieb befindet, bereut die Entscheidung nicht: "Hier kann ich gleich mehreren Leidenschaften nachkommen: dem Handwerk und dem Kommunikationsdesign." red