Am Ende wurde dann doch noch alles gut bei der Kirchweih der Schlossbergfreunde. Selbst die kurzfristig herbeigeschafften Tische aus dem Inneren der Alten Schule haben zum Abschluss nicht ausgereicht, um all den Besuchern beim Hahnenschlag Platz zu bieten. Weit über 300 Zuschauer werden es gewesen sein, die dem Spektakel unter der Moderation von Horst Amon folgten.
Die Zuschauer brauchten ein bisschen Geduld, ehe sie den ersten Treffer auf eine der kleinen Tonschüsseln bejubeln durften. Stefan Zahner, Oberbrunner Jung-Feuerwehrmann, war es, der sich als siebter Kandidat einen Gutschein über zehn Liter Bier sicherte. Den zweiten Preis, einen Metzger-Geschenkkorb, holte sich Lorena Hellmuth. Die junge Dame aus Dittersbrunn hatte gleich doppelt Gelegenheit, weil gleich zwei ihrer Nummern gezogen wurden. Ging der erste Schlag noch knapp ins Leere, so traf sie wenige Minuten später den tönernen "Hahn". Eric Märkl wurde als Sieger besonders gefeiert. Kein Wunder, schließlich gewann mit ihm ein Oberbrunner Eigengewächs und Hahn-Besitzer. Märkl holte sich nämlich vor drei Jahren schon einmal den Hauptpreis beim Hahnenschlag und traf nun sehr zur Erheiterung seiner Familie erneut.
"Hoffentlich gibt das daheim keinen Hahnenkampf", sagte der Sieger, als ihm ausgerechnet sein Vater Olaf (einer der beiden Vorsitzenden der Schlossbergfreunde) den Hauptpreis überreichte. Mit dem Hahnenschlag hinter der Alten Schule ging ein dreitägiges Festprogramm zu Ende, mit dem sich Karoline Schug (die zweite der beiden gleichberechtigten Vorsitzenden) "am Schluss dann doch zufrieden" zeigte. Der Auftakt war nämlich nicht gerade vom Wetterglück begünstigt - so sehr sich Zauberer "Simsalabim" im Saal der Alten Schule vor vielen Kindern mühte, den nächtlichen Regen über dem Festgelände konnte auch er nicht wegzaubern. Besser waren die äußeren Bedingungen dann schon am Sonntag, wo viele Rad-Touristen vom Mainradweg auf die Festwiese abbogen und Anerkennung für die seit heuer top ausgestattete Fahrrad-Service-Station in der Ortsmitte zollten. 2017 Jahr dürfen die Schlossbergfreunde dann Pause machen und die Oberbrunner Kirchweih als Gäste genießen, weil dann die Ebensfelder Musiker Ausrichter der Kirchweih sind. bk