Die Bebauung "Am Windflügel-Nord" in Weisendorf stellte Bürgermeister Heinrich Süß (UWG) erneut auf die Tagesordnung der jüngsten Bauausschusssitzung. Die seit einigen Jahren brachliegende Gewerbefläche soll einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden. Der Gemeinderat hat bereits in seiner Sitzung vom 2. Juni 2014 den Bebauungsplan mit integriertem Grünordnungsplan "Am Windflügel-Nord" als Satzung beschlossen. Als Planungsziel wird darin eine geordnete städtebauliche Entwicklung für die Schaffung von maximal 15 barrierefreien Wohneinheiten in einer lockeren Wohnanlage mit allgemeinen Grünflächen angestrebt. Das Plangebiet soll wie bisher über die Straße "Am Windflügel" erschlossen werden. Die Stellplätze für die Wohneinheiten werden in einer Tiefgarage nachgewiesen, die unter den oberirdischen Gebäuden angeordnet ist.
Von Beginn an gab es aber auch Widerstände gegen die kompakte Bebauung am südlichen Ufer des Mühlweihers. Die drei Räte von BWG und die zwei Grünen stimmten damals konsequent gegen das Projekt und störten sich insbesondere an der massiven Bauweise. Am 18. Februar 2015 trat der Vorhabens- und Erschließungsplan für die Neubebauung des Plangebietes in Kraft und mit dem damaligen Vorhabensträger wurde ein Durchführungsvertrag geschlossen.


Bedenken wegen des Verkehrs

Zwischenzeitlich wechselte der Vorhabensträger, weswegen jetzt eine neue Objektplanung vorgestellt wurde. Vor Erstellung eines Vorentwurfes und zur Planungssicherheit wurde die Gemeinde um einen positiven Grundsatzbeschluss gebeten. Im Wesentlichen geht es um folgende Änderungen: Die Anzahl der Wohneinheiten pro Gebäude steigt von bisher fünf auf zehn, also für die gesamte Wohnanlage von bisher maximal 15 auf 30 Wohneinheiten. Außerdem wird die Tiefgarage größer, weil mehr Stellplätze benötigt werden.
Günther Vogel (BWG-FW) erinnerte an seine damalige Ablehnung, die sich jetzt sogar noch verstärke. Die Straße kann nach seiner Meinung den zusätzlichen Verkehr nicht aufnehmen, in der engen Straße würden schon jetzt Fahrzeuge parken. "Mir geht es genauso, wir waren von Anfang an gegen das Projekt", erklärte dazu Norbert Maier von den Grünen.
Die Mehrheit der Ausschussmitglieder, bestehend aus den Räten von CSU, UWG und SPD, stimmte aber dann folgendem Beschlussvorschlag zu: "Der Marktgemeinderat erklärt sich nur mit folgenden Einschränkungen einverstanden, die vorgeschlagenen Änderungen des Bebauungsplanes zu beschließen: 1. Einer Erhöhung der Wohneinheiten pro Wohngebäude von fünf wird auf lediglich sieben zugestimmt, so dass maximal 21 Wohneinheiten entstehen können. 2. Die festgelegten Baugrenzen (insbesondere für die Gebäudetiefe und Länge der Staffelgeschosse) werden nicht erweitert. Dazu ist der Durchführungsvertrag entsprechend abzufassen. Der Markt Weisendorf übernimmt für die Änderung keine Planungskosten, ebenso übernimmt der Markt Weisendorf keine Kosten für die Erschließung der Wohnanlage."