Herzogenaurach — Die geplante Ortsumfahrung Niederndorf-Neuses beschäftigte die Mitglieder des Planungs- und Umweltausschusses. Wie Bürgermeister German Hacker (SPD) erläuterte, wird bei der Regierung von Mittelfranken als höhere Landesplanungsbehörde ein Raumordnungsverfahren durchgeführt. In diesem werden fünf Varianten mit Baulängen von 5,29 bzw. 5,74 Kilometern innerhalb eines Korridors geprüft.


Müller-Schimmel dagegen

Im Rahmen der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange wird auch die Stadt Herzogenaurach zu einer Stellungnahme bis 18. November gebeten. In der Diskussion stellte Retta Müller-Schimmel (Grüne) die Ortsumfahrung erwartungsgemäß in Frage und stimmte auch dagegen.
Die grüne Stadträtin wollte vom Bürgermeister zudem Auskunft darüber, ob das in der Stadt kursierende Gerücht, dass die Firma Schaeffler in Herzogenaurach nicht mehr expandiere, stimme. So sollen in Frauenaurach 800 Arbeitsplätze entstehen. "Wenn das stimmt, braucht man auch die Ortsumfahrung nicht mehr."


Kein Platz mehr im Hauptwerk

Hacker sagte, dass an dem Gerücht schon etwas dran sei und ließ die Sachlage von Holger Auernheimer (SPD) erklären. So sei die Auslagerung des Sondermaschinenbaus in eine Halle der FAG nach Frauenaurach geplant, "weil wir in Herzogenaurach keinen Platz mehr haben und auch nicht erweitern können", erklärte der Schaeffler-Mitarbeiter. Dennoch versicherte er, dass Schaeffler durchaus weiter expandieren und Frauenaurach unter Herzogenaurach geführt werde.
Der Bürgermeister verwies zudem darauf, dass die Ortsumfahrung gerade dann gebraucht werde, weil es zu einem Werkverkehr zwischen Herzogenaurach und Frauenaurach kommen werde. sae