Herzogenaurach — Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen macht sich Gedanken um die Situation der Ein- und Auspendler und wollte in der letzten Stadtratssitzung von Bürgermeister German Hacker (SPD) wissen, welche Maßnahmen die Stadt ergreifen will, um eine wesentliche Verbesserung zu erreichen.
Dies konnte Hacker sehr ausführlich erklären, denn die Verwaltung stehe im ständigen Kontakt zum Landratsamt und den Betreibern des öffentlichen Nahverkehrs. So erfolgen beim Fahrplanwechsel immer wieder Verbesserungen, Zeitanpassungen und Linienverdichtungen. Auf Wunsch der Stadt und aufgrund von Hinweisen der Busnutzer und Unternehmen wurde eine Taktverdichtung der Linie 200 Herzo Express mit zwei zusätzlichen Rückfahrten nach Erlangen und einer zusätzlichen späteren Hinfahrt eingeführt.
"Sollten weitere Kapazitätssteigerungen nötig sein, werden wir auch reagieren", erklärte Hacker. Bei den Fahrten von und nach Erlangen sowie von und nach Siegelsdorf orientiert sich der ÖPNV an den Zeiten der Regionalexpress-Züge und an den Pendlerzeiten. Dazu gab es bei den großen Herzogenauracher Unternehmen eine Erhebung.
So wird mittelfristig angestrebt, eine Verbindung von Nürnberg "Nord" bis Herzogenaurach zu schaffen, also die Verbindung, die auch einmal die Stadt-Umland-Bahn abbilden soll. Die Herzogenauracher Unternehmen haben dazu nochmals anonymisierte Daten beigetragen, in welchen Bereichen wie viele Mitarbeiter wohnen. Ergebnis war, dass es eine von allen favorisierte Busverbindung gibt, die Streckenteile der heutigen Linien 30 und 200 bedient, allerdings nicht umsteigefrei.
Die Strecke verläuft über die B4 (heute bereits Linie 30), die Paul-Gossen-Straße (S-Bahn-Halt voraussichtlich ab Ende 2016) und dann über den Herzogenauracher Damm auf der Strecke der heutigen 200 Herzo Express-Strecke. Aufgrund von Um- und Neubau-Maßnahmen ist aber erst 2017 mit einer solchen Linie zu rechnen. Sae