Nach dem ärgerlichen Punktverlust gegen Forchheim und der bitteren Niederlage gegen Herzogenaurach standen die Bezirksoberliga-Handballer der HSG Erlangen/Niederlindach unter Zugzwang. Obwohl sie in den oben genannten Partien bewiesen hatten, mithalten zu können, wollte das Team von Trainer Walter Anheuer unbedingt einen Sieg einfahren, um die Moral zu stärken und nicht auf einem Abstiegsplatz überwintern zu müssen. Beim Tabellenvierten in Amberg ging die HSG nicht als Außenseiter in die Partie, da die Gastgeber zwar einen sehr guten Saisonstart hingelegt hatten, zuletzt aber ein paar Rückschläge verkraften mussten.

HG Amberg -
Erl./Niederlindach 33:29
Wie schon so oft war es die HSG, die zu Beginn dominierte und sich durch schön herausgespielte Tore von Stübinger oder Erhardt auszeichnete. In der Abwehr hielten die Gäste die HG in Schach, und wenn Würfe aus dem Rückraum kamen, war Torhüter Hückel zur Stelle. Das hatte zur Folge, dass sich Niederlindach auf 11:6 absetzte (15.). Ähnlich wie gegen Forchheim hatte dieser Vorsprung jedoch nicht lange Bestand. Die Spielfreude im Angriff ließ nach, in der Abwehr taten sich Lücken auf. Dies nutze der Tabellenvierte geschickt aus und glich mit einem 7:1-Lauf aus. Dementsprechedn ging es beim Stand von 13:13 in die Pause.
Trainer Anheuer forderte von seinen Schützlingen mehr Konzentration und Geduld im Angriff, da zu viele Torwürfe unvorbereitet und überhastet ausgewählt wurden. Dennoch startete die HSG erneut schlechter als der Gegner in die zweite Halbzeit und wurde mit vier schnellen Tore überrascht. Walter Anheuer zog die Notbremse und nutze ein frühes Time-Out, um seine Jungs zu beruhigen. Dies gab dem Spiel der Niederlindacher tatsächlich etwas mehr Sicherheit. Lukas Stübinger und Max Willert hielten ihre Mannschaft im Spiel und steuerten am Ende zusammen 20 Tore bei. Allerdings traf auch Amberg hochprozentig, sodass die Gäste dem Rückstand vergeblich hinterher rannten.
Erneut hatte es die HSG nicht geschafft, eine stabile Führung über einen längeren Zeitraum halten und verlor zu schnell ihren Faden im Angriff. Die Chancenauswertung verdeutlichte einmal mehr die Unsicherheit der Spieler vor dem Tor. Konzentration im Abschluss und Spielspaß im Angriff fehlten in der zweiten Halbzeit komplett. Genau an diesen Punkten muss nun Trainer Anheuer seine Jungs auf das letzte Spiel der Hinrunde gegen den ESV Regensburg vorbereiten, um mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause zu gehen. Daher sind zwei Punkte in diesem Spiel schon fast Pflicht, wobei die Mannschaft auf starke Unterstützung von den Rängen hofft. Anpfiff ist am kommenden Sonntag um 16 Uhr in der Seebachgrundhalle. ts
HSG: Hückel, Schindler - Boolzen (1/1), Rühl (2), Erhardt (3), Sackmann, Gumbert, L. Stübinger (10/1), Jonas (1), Willert (10), Hauer (1), Loncar (1)