von unserem Mitarbeiter Torben Schindler

Niederlindach — Für die Bezirksoberliga-Handballer der HSG Erlangen/Niederlindach stand keine geringere Herausforderung als ein Auswärtsspiel beim Tabellenführer bevor. Die Überraschung blieb aus.

HSG Nabburg/Schwarzenf. -
HSG Erl./Niederlindach 36:31

Nach dem Sieg gegen die bis dato ungeschlagenen Sulzbacher wollten die Erlanger die nächste Serie beenden und dem Spitzenreiter die erste Niederlage zufügen. Die Nabburger waren nahezu perfekt in die Saison gestartet und gaben lediglich in Sulzbach einen Punkt ab. Neben Dennis Gilg fehlte den Trainern Detlev Hauer und Walther Anheuer auch Abwehrchef Max Erhardt aufgrund von Rückenproblemen, wobei Julian Diefenbach wieder im Kader war.


Nabburg nutzt Fehlwürfe

Mit schnellem Spiel begann die Partie, beide Angriffsreihen setzten sich durch, ehe sich die Nabburger aufgrund einiger Fehlwürfe der HSG auf 5:3 absetzten. Dann agierte die Niederlindacher Defensive besser, zwang den Gegner zu Fehlern, die im Gegenstoß in Tore umgemünzt wurden. Mit einem 4:0-Lauf brachte sich die HSG in Front, allerdings kamen die Gäste über den Positionsangriff kaum zum Abschluss, sodass der Vorsprung wieder schwand. Da auch das Spiel der Nabburger nicht frei von Fehlern war, ging die HSG mit einem knappen 12:13 in die Kabine.
Die Vorgabe, die Gastgeber unter Druck zu halten und im Abschluss zuzulegen, wurde zunächst erfüllt. Sogar eine doppelte Unterzahl kompensierte die Mannschaft. Allerdings häuften sich die technischen Fehler und in der Abwehr ließ sie den Gegner zunehmend allein, was Schwarzenfeld dankend annahm. Von 21:20 setzten sich die Gastgeber bis auf 29:23 zehn Minuten vor dem Ende ab.


Hauer stellt auf Manndeckung um

Trainer Hauer stellte die Abwehr auf offene Manndeckung um. Dies brachte die Nabburger sofort sichtlich in Verlegenheit. Schnelle Ballgewinne wurden im Gegenstoß verwandelt und innerhalb von nur einer Minute war der Rückstand halbiert. Die Schwarzenfelder reagierten mit einer Auszeit, um sich auf die neue Situation einzustellen.
Die HSG verpasste es mit überhasteten Würfen, näher heranzukommen, stattdessen baute Nabburg seine Führung aus. In einer engen Partie fehlte es den Gästen insbesondere an der Genauigkeit im Abschluss, um den Tabellenführer in ärgere Bedrängnis zu bringen. Erschwerend kam hinzu, dass Lukas Stübinger ab Mitte der ersten Hälfte aufgrund einer Oberschenkelzerrung nicht mehr eingesetzt werden konnte.
HSG: Hutzler, Schumann - Diefenbach (2), Forstner (5), Gumbert, Hauer, Jonas (3/2), Loncar, Rowold (1), Rühl (3), Schmieding (6), Stübinger (2), Willert (9)