von unserem Mitarbeiter Ralph Bilek

Coburg/Nürnberg — Sie geht zu Ende - die handballlose Zeit für den HSC 2000 Coburg. Seit fast drei Wochen befindet sich die Mannschaft von Jan Gorr bereits wieder in der Vorbereitung auf die weitere Runde. Diese "gipfelt" jetzt in zwei nicht alltäglichen Vorbereitungsspielen.
Morgen ist als Vorspiel ab 18 Uhr im Rahmen des "All Star Games" zwischen einem Star-Aufgebot aus der DKB Handball-Bundesliga und der A-Nationalmannschaft deren B-Team in der Arena Nürnberger Versicherung der Gegner.
Schon am heutigen Donnerstag Abend wird um 19.30 Uhr in der Angerhalle der Erstligist HSG Wetzlar, die zum Wiederauftakt in die Runde am nächsten Wochenende den HSV Hamburg empfangen, erwartet.

Wetzlar trainiert in Rödental

Deswegen stellt Jan Gorr die Partie unter das Motto "Back to the roots". Wetzlar trainiert heute noch in Rödental.
Nicht nur der Tabellenneunte der ersten Liga mit dem, neben Talant Dujshebaev, einzigen doppelten Welthandballer (2003 und 2006), Weltmeister und Olympiasieger Ivano Balic, der seine Handballschuhe nach Saisonende an den Nagel hängen wird, wird für die Coburger zu einem echten Prüfstein für bevorstehende Aufgaben.
"Das sind zwei absolute Highlight-Spiele, das hat man nicht jeden Tag und da können wir eine ganze Menge lernen", ist sich Jan Gorr sicher. Denn auch in der B-Nationalmannschaft bekommt es der HSC mit "Erstligaspielern auf höchstem Niveau" zu tun.
"Allerdings können wir personell nicht mit allem aufwarten", so Gorr. Zumindest der Einsatz von Matthias Gerlich, der das Flair des All Star Games schon einmal genoss, ist fraglich. "Doch das ist auch die Chance für Spieler aus der zweiten Reihe, wenn man bei uns überhaupt davon sprechen kann."
Auch der HSC-Trainer schnupperte 2012 als Trainer der Liga-Weltauswahl All Star Game-Luft, im letzten Jahr als Co-Trainer des Nationalteams.
Nach der Kür gegen Wetzlar und das B-Nationalteam kommt es nächste Woche zum Pflichtspielstart ins Handballjahr 2015 gleich knüppeldick. Erst geht es zum Zweiten TV Bittenfeld, dann kommt Spitzenreiter SC DHfK Leipzig in die Arena.
Aus Coburger Sicht stehen also vier interessante Partien in den kommenden zehn Tagen auf dem Programm. Einige Teams der zweiten Liga starten bereits am Wochenende, gehen damit teilweise den Wochentagsspielen aus dem Weg. So auch Leipzig, die sich nach ihrem eigentlich außer Frage stehenden Erfolg beim Schlusslicht GSV Eintracht Baunatal eine Woche auf den HSC vorbereiten können.
Bereits gestern Abend eröffnete der TV Großwallstadt das Handballjahr 2015 in der 2. Liga mit dem Gastspiel in Saarlouis.