Von Beginn an in Führung, nicht einmal den Ausgleich zugelassen und in der zweiten Halbzeit den Vorsprung locker über die Zeit gebracht: Eigentlich hätten die Kunstadter Handball-Herren bei ihrem klaren 31:25-Heimerfolg gegen die gut aufgestellte Reserve von HaSpo Bayreuth allen Grund zur Zufriedenheit gehabt. Doch nach dem Schlusspfiff sah man bei der HGK zwar erleichterte, aber keinesfalls zufriedene Gesichter.


Bezirksoberliga, Männer

HG Kunstadt -
HaSpo Bayreuth II 31:25

Das mag zum einen an den eigenen und gerade nach dem Auswärtserfolg in Bamberg gestiegenen Erwartungen und Ambitionen der Mannschaft liegen. Zum anderen überzeugte die HG zwar in der Defensive, aber in der Offensive wirkte vieles noch zu behäbig und mitunter eigensinnig. "Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir nicht gut gespielt. Da war zu wenig Bewegung drin", kommentierte beispielsweise David Jung den Auftritt seiner Mannschaft.
Dabei muss man den Kunstadtern zugutehalten, dass sie einen nicht zu unterschätzenden Gegner jederzeit im Griff hatten. Zurückzuführen war dies vor allem auf die starke Abwehr der Gastgeber und auf Alexander Kießling im Tor, der seine Ausnahmestellung einmal mehr untermauerte. Die Bayreuther spielten im Angriff einen schnellen Ball und rotierten auf allen Positionen - um am starken Kunstadter Mittelblock um Lakiza, Jung und Oester abzuprallen. Auf der Gegenseite lief auch bei der HG nicht alles rund, doch teils traumhafte Anspiele durch Nicklas Oester sorgten immer wieder für Chancen, die die Hausherren konsequent nutzten. Nach dem 2:0 (4.) kam HaSpo über Lasse König nicht näher als auf 4:3 (8.) heran. Die Mannschaft von Trainer Zelenov trat in der Folgezeit kaltschnäuzig auf und erarbeitete sich so einen sicheren Vorsprung von 10:5 (19.), dem HaSpo hinterherrennen musste.
Nach dem 16:9-Pausenstand versuchten die Gäste des Trainergespanns Bunz/Berghammer, die HGK mit einer offensiven Abwehrformation aus dem Konzept zu bringen. Doch auch diese Maßnahme musste scheitern, was weniger am Zusammenspiel, sondern vielmehr an der individuellen Klasse von Spielern wie Lukas Heppner sowie Nicklas und Oliver Oester lag.
Sergey Trotsenko traf zehn Mal ins gegnerische Tor, hatte aber mindestens genauso so viele Fehlwürfe. Bayreuth kam auf 22:18 (45.) heran, haderte im Anschluss aber mit den eigenen Fehlern und einigen Schiedsrichterentscheidungen. Die HG hatte leichtes Spiel und brachte den Vorsprung ins Ziel.
HG Kunstadt: Kießling, Swoboda, Etterichretz - Trotsenko (10/1), O. Oester (5/1), Jung (5/1), Lakiza (3/1), Scholz (3), Heppner (2), N. Oester (2), Petersen (1), Deuber, Steuer