Erlangen — Der Jubel über den souveränen Sieg im Derby gegen den HSC Coburg (31:24) ist noch nicht ganz verklungen, da wartet auf den HC Erlangen in der 2. Handball-Bundesliga der nächste harte Brocken. Gegen die HG Saarlouis bestreitet die Mannschaft von Trainer Robert Andersson heute (19 Uhr, Nürnberger Arena) ihr drittes Heimspiel in Folge - das ebenfalls mit einem Sieg beendet werden soll. "Wir wollen diese Serie vergolden", drückt es Jonas Link aus.

HC Erlangen (2.) -
HG Saarlouis (5.)
Der 23-Jährige, der seit dieser Saison die Verantwortung auf der Spielmacherposition trägt, sieht kein Problem in den kurz aufeinander folgenden Spielen: "Das Spiel am Samstag war von der körperlichen Belastung auch nicht anstrengender als ein anderes. Wir sind sehr gut drauf und wollen das gegen Saarlouis zeigen." Sechs Siege und vier Niederlagen haben die Saarländer zu Buche stehen und befinden sich etwas überraschend in der erweiterten Spitzengruppe. "Sie sind sehr gut gestartet und haben gute Ergebnisse erzielt", sagt Andersson. "Wir werden aber das Hauptaugenmerk auf uns legen und dem Spiel unseren Stempel aufdrücken."
Die Offensive des HCE ist seit längerer Zeit das absolute Aushängeschild der Liga, allein in den jüngsten Heimspielen trafen die Mittelfranken 71-mal ins gegnerische Tor. "Mit der Offensive bin ich zufrieden, aber auch unsere Defensive hat sich gegen Coburg wieder sehr stark gezeigt. Dies gilt es zu wiederholen", fordert der 45-jährige Schwede, der heute Abend die Qual der Wahl hat, da alle Spieler des Kaders - auch Christoph Nienhaus - an Bord sind. Die Gäste haben schwere Zeiten hinter sich. Zweimal in Folge stieg die Mannschaft sportlich ab und hielt die Liga nur aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten anderer Vereine.


Zurück an alter Wirkungsstätte

Heuer scheint vieles anders. Grund dafür ist auch Heine Jensen, der seit dieser Spielzeit das Sagen bei der HG hat. "Unsere Aufgabe ist es, so viele Punkte wie möglich zu sammeln", sagt der 38-jährige Däne. "Das Ziel ist einzig und allein der Klassenerhalt." Für Punkte soll Martin Murawski sorgen. Der Linksaußen, der vor Kurzem noch das Erlanger Trikot trug, kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück. "Wir haben uns kurz ausgetauscht und freuen uns, ihn wiederzusehen", sagt Link. red