Coburg — 3,4 Millionen Euro haben die Städtischen Werke (SÜC) im Jahr 2013 als Gewinn ausgewiesen. Möglich wurde das durch den kalten Winter: Vor allem der Umsatz bei Gas und Fernwärme sorgte für gute Einnahmen. Doch beim Strom lief es schlecht. Wirtschaftsprüfer Andreas Forster, der die Bilanz erläuterte, führte das Minus beim Stromverkauf darauf zurück, dass die nicht alle Kostensteigerungen an die Kunden weitergegeben werden konnten.
Die elektrische Energie selbst macht nur noch 21 Prozent des Strompreises für den Verbraucher aus, sagte SÜC-Geschäftsführer Götz Ulrich Luttenberger. Im Strompreis inbegriffen seien die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, die Umlage nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz, der Ausgleich fürs Industrieprivileg (Industriekunden zahlen niedrigere Netzentgelte), die Umlage für die Offshore-Haftung, die Konzessionsabgabe, die Öko-Stromabgabe, die Netzentgelte und die Kosten für Messung und Abrechnung. Die Steuer kommt am Ende noch obendrauf.
Ein Minusgeschäft ist nach wie vor der Bus- und Bad-Betrieb. Hier fielen insgesamt 4,45 Millionen Euro an Verlust an, die aber dank der Unternehmensstruktur der SÜC mit den Gewinnen aus dem Energie- und Wassergeschäft verrechnet werden können. Dort betrug das Plus immerhin 7,2 Millionen Euro, so dass nach Abzug der Steuern die schon genannten 3,4 Millionen Euro Gewinn blieben. Die darf das städtische Unternehmen auch behalten und in seine Rücklage einstellen.
Das Geld werde gebraucht, sagte am Rande der Sitzung der SÜC-Finanzchef Joachim Gronau: Die SÜC haben 2013 viel investiert (13 Millionen Euro) und das zu fast zwei Dritteln aus dem laufenden Geschäft finanziert. Doch der milde Winter 2014 brachte noch nicht viel Geld in die Kasse.
Geschäftsführer Luttenberger geht denn auch davon aus, dass der Gewinn 2014 nicht so hoch ausfallen wird wie in diesem Jahr. "Das hat dann der Herr Austen am Hals", sagte er mit Blick auf seinen designierten Nachfolger, Stadtkämmerer Wilhelm Austen. sb