Dem Herzogenauracher Stadtrat lag eine Anhörung zum Landesentwicklungsprogramm Bayern (LEP) vor. Mit dem Beschlussvorschlag, dass die Stadt keine Bedenken und auch keine Anregungen vorbringe, waren nicht alle Fraktionen einverstanden.
Retta Müller-Schimmel (Grüne) wies darauf hin, dass die Fortschreibung des LEP nicht nur für Bayern, sondern auch für alle Kommunen Auswirkungen habe. So werde mehr Zersiedelung und damit Flächenverbrauch ermöglicht. Deswegen stellte sie den Antrag, den Beschluss zu verschieben, dafür fanden sich aber nur die drei Stimmen der Grünen bei 26 Gegenstimmen. Sowohl Franz Josef Lang als auch Konrad Körner (beide CSU) wiesen darauf hin, dass der Stadtrat beim LEP kein Entscheidungsträger sei. Für Kurt Zollhöfer (CSU) ist die Debatte der Grünen eine Scheindebatte, weil sie im ganzen Land gegen Landverbrauch seien, und gegen das LEP zu sein sei ein völlig falscher Ansatz. Schließlich stimmte nur die Fraktion der Grünen gegen den Beschlussvorschlag. sae