Mit dem stärksten Fahrerfeld seit Jahren fand der erste von zehn Läufen zur deutschen Rallyemeisterschaft statt. In und um Sankt Wendel im Saarland ging es bei winterlichen Temperaturen und Streckenverhältnissen zum ersten Schlagabtausch der neuen Rallyesaison 2016.
Dank der Unterstützung durch Michael Stoschek machte der Rossacher Pilot Dominik Dinkel einen großen Schritt nach vorne. Das neue Sportgerät, der Brose Skoda Fabia S2000, kann um die ersten Plätze mitkämpfen. Die Ansagen bekommt der junge Rossacher in diesem Jahr von Christina Kohl aus Tiefenbach (Passau). Für die technische Unterstützung am Brose Skoda kommt KRT-Rallye mit ins Team.
Eine schwierige Rallye mit finnischen Verhältnissen machte die Wahl der Reifen nicht einfach. Kurz vor dem Start zur ersten Etappe mit drei Wertungsprüfungen entschied der Veranstalter nur den Stadtrundkurs in Sankt Wendel zu fahren und die beiden Prüfungen außerhalb abzusagen. Als Zwölfter gingen Dominik Dinkel und Christina Kohl an den Start. Souverän und sicher absolvierten sie die fast vier Runden auf dem Stadtrundkurs. Mit der siebten Zeit im Gesamtklassement hielt Dinkel den Abstand nach ganz vorne mit 11,3 Sekunden gering. "Durch eine nicht optimale Reifenwahl war nicht mehr drin", so Dinkel.
Samstagmorgen stand immer noch die entscheidende Frage nach der Reifenwahl. Die meisten der elf Wertungsprüfungen lagen in der Schneegrenze, die Streckencharakteristik schmierig und rutschig. Auf die erste Wertungsprüfung des Tages starteten 76 Teilnehmer über 6,8 Kilometern.
Dinkel startete vorsichtig, sein Ziel für das Wochenende war ganz klar definiert: "Auf alle Fälle im Ziel ankommen." Auf den immer noch vereisten Straßen trennten die besten Teilnehmer bis Platz 15 im Gesamtklassement gerade einmal 10 Sekunden. Da setzten Dominik Dinkel und Christina Kohl das erste Ausrufezeichen. Mit der fünften Zeit hielten sie mit den Besten mit. Auch die Reifenwahl war besser und mit jedem WP-Kilometer konnte der junge Rossacher zulegen.
Mit konstanten Zeiten in den Top acht biss sich Dinkel in Podest nähe fest. Auf der zweiten Schleife in "Roschberg" gelang fast die nächste Sensation. Die zweitschnellste Zeit mit einem Hauch von 0,3 Sekunden Rückstand - unglaublich wie schnell sich der junge Rossacher mit seiner Co-Pilotin Christina Kohl an das neue Sportgerät gewöhnt hat. Umgeben von den beiden erfahrenen Gassners in Ihrem Mitsubishi Lancer EVO ging es um Sekunden hin und her. Auf dem 5. Platz im Gesamtklassement und einem Rückstand von 6,1 Sekunden auf den dritten Platz ging es weiter auf die letzten fünf Wertungsprüfungen. Die Konkurrenz patzte und plötzlich ging es nicht mehr nur ums Ankommen. Mit der vierten Zeit im Gesamtklassement bei Prüfung zehn schoben sich Dinkel/Kohl vor auf den dritten Platz. Jetzt war das Podest greifbar. Dominik Dinkel behielt die Ruhe und konnte in allen folgenden Prüfungen die Nase vorn behalten. Die vorletzte Prüfung brachte die Entscheidung. Dinkel sicherte sich nochmal die zweite Zeit, dadurch konnte er mit einem Polster von 24,7 Sekunden auf die letzte und entscheidende Prüfung gehen. Beim Finale in "Bosenberg" nach 103 WP-Kilometern war das Podest nur noch 9,2 Kilometer entfernt. Mit der vierten Zeit von noch 48 Rallyeteams holte sich der junge Rossacher den dritten Platz.
Der Saisonstart war mehr als geglückt. Die Planungen laufen bereits jetzt auf Hochtouren für den zweiten Lauf bei der ADAC Hessen Rallye Vogelsberg am 15./16. April. Weitere Informationen unter: www.dominik-dinkel.de. db