Gräfenberg — Handelt es sich um einen Aprilscherz oder um ein Weihnachtsgeschenk? Kämmerer Ernst Steinlein war sich nicht so ganz sicher, als er das Bankangebot auf dem Schreibtisch liegen hatte. Wenn die Stadt Gräfenberg einen Kassenkredit in Höhe von einer Million Euro aufnimmt, bekommt sie dafür noch Zinsen bezahlt oder auf Bankjargon, muss Minus 0,2 Zinsen bezahlen. Kämmerer Steinlein vergewisserte sich und bekam selbiges nochmal zu hören. Nur anlegen darf die Stadt das Geld nicht. Da aber bei einem anderen Kredit die Zinsbindung ohnehin ausläuft, will man nun einen Kredit mit dem Geld ablösen. Leider, so mussten die Stadträte hören, gilt das unschlagbare Angebot nur für Gemeinden, nicht einmal für Kommunalunternehmen.
Noch gar nicht lange ist es her, dass der Skaterplatz in Gräfenberg neben dem Kindergarten eingeweiht wurde. Nun wird der Platz geräumt, die Geräte abgebaut und eingelagert. Stattdessen wird die Diakonie eine Containeranlage aufstellen, um den dreigruppigen Kindergarten dorthin umzusiedeln, denn im nächsten Jahr wird mit den Bauarbeiten des Kindergartens begonnen. Damit es für Kinder und Eltern keiner Umgewöhnung bedarf, wählte man den Skaterplatz als Standort.


Tempolimit abgelehnt

Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 km/h auf der B 2 zwischen Gräfenberg und Weißenohe, das würde Grünen-Stadtrat Matthias Striebich gerne haben. Ee beantragte, die Stadt solle die Geschwindigkeitsbeschränkung bei Polizei und Straßenbauamt unterstützen. Neben Lärmschutz und Reduzierung von Emissionen nennt er vor allem die gefährliche Ausfahrt, vom Bahnhof kommend. Dort habe sich erst kürzlich ein tödlicher Unfall ereignet. Nur 600 Meter weiter gebe es durchgehend über die Weißenoher Strecke der B 2 schon eine Beschränkung auf 60, und auch in Richtung Gräfenberg würden die Autofahrer dann mit bereits reduzierter Geschwindigkeit in die Stadt fahren würden, nannte er Punkte, die für seinen Antrag sprechen. Eine große Diskussion darüber gab es nicht. Da die B 2 nicht in die Zuständigkeit der Stadt fällt, ließ Bürgermeister Hans-Jürgen Nekolla über den Antrag abstimmen. Mit 5:8 Stimmen wurde dieser abgelehnt.
Die Dorferneuerung in Sollenberg liegt wohl mit einer Baufirma im Clinch. Es geht um eine nicht bezahlte Rechnung, weshalb die Firma die Asphaltierungsarbeiten nicht fortsetzt. Nekolla informierte über den Sachstand, damit es zu keinen Gerüchten kommt, die Stadt würde Rechnungen nicht bezahlen. Die Rechnungen werden über die Dorferneuerung bezahlt. Als Vermittler wird die Stadt versuchen, zu schlichten.