Veronika Schadeck

Recht gut besucht war am Mittwochabend die Bürgerversammlung in der Rodachtalhalle. Dabei ging Bürgermeister Norbert Gräbner auf das vergangene Jahr ein, zugleich gab er einen Ausblick für 2017. Es ging um Leerstände, Kinderbetreuung, Infrastrukturen etc. Dabei konnte Gräbner durchaus eine Erfolgsbilanz vorlegen.
Erfreut war Norbert Gräbner, dass in den vergangenen zwei Jahren 55 neue Gebäude, meistens Wohnhäuser, entstanden seien. Dass in Kinderkrippenplätze investiert worden sei, habe sich als richtig erwiesen. Denn von den insgesamt 54 Kindern zwischen einem und drei Jahren werden 36 in den Krippenplätzen der Kindergärten "Unterm Regenbogen" und "Villa Kunterbunt" betreut. In diesem Jahr soll auch der Kindergarten "Unterm Regenbogen" generalsaniert werden.


Familienfreundliches Marktrodach

Als eine tolle Sache bezeichnete Gräbner, dass Marktrodach als eine von drei Modellkommunen für das Projekt "Revitalisierung von Einfamilienhaus-Gebieten" aus 32 Bewerbungen bayernweit ausgewählt wurde. Hier geht es um die Ermittlung des Anpassungsbedarfs von älteren Einfamilienhäusern aus den 50er bis 70er Jahren. Ziel sei es, so der Bürgermeister, das Quartier für die älter werdenden Anwohner attraktiv und lebenswert zu gestalten und den Wert der Immobilien zu sichern. Es geht bei diesem Projekt auch um die Versorgung im Bereich Medizin, Pflege, Nahversorgung. Ziel sei hier, ebenso wie beim städtebaulichen Entwicklungskonzept ISEK, ein familienfreundliches Marktrodach auszubauen.
Bezüglich ISEK hat die Gemeinde zusammen mit dem Planungsbüro transform aus Bamberg den Diskussionsprozess gestartet. Am 9. März findet nun wiederum eine Bürgerversammlung statt, bei der die Marktrodacher ihre Ideen für die Gestaltung ihrer Gemeinde - die Schwerpunkte bilden dabei Unter- und Oberrodach - mit einbringen können.
In seinen Ausführungen wies Gräbner weiter darauf hin, dass der Markt im Rahmen des Kommunalen Investitionsprogramms (Kip) mit zwei Projekten berücksichtigt wurde. Dabei geht es um die energetische Sanierung des Rathauses und um das Dorfgemeinschaftshaus Seibelsdorf. Das Rathaus soll nun in 2017 in Angriff genommen werden. Von den Gesamtkosten werden 119 400 Euro erwartet.
Bezüglich des Ausbaus der Ortsumgehung von Zeyern wies er darauf hin, dass die Brücke über die Gemeindeverbindungsstraße Zeyern/Roßlach im April 2017 fertiggebaut sein soll. Die Fertigstellung der Rodachbrücke ist für Dezember 2017 geplant.
Zurzeit, so erklärte der Bürgermeister, würde die Unterlagen für die Ausschreibung des Bauabschnitts 3 erstellt. Der Baubeginn für diesen Streckenabschnitt ist für das dritte Quartal vorgesehen. Da der Transport von Abtragsmaterial für Dammschüttungen teilweise über die Rodachbrücke erfolgen soll, ist der Baubeginn für den dritten Bauabschnitt abhängig von der Fertigstellung dieser Brücke.
Weiter wies der Bürgermeister darauf hin, dass die Gemeinde den Ausbau der Gemeindeverbindungsstraßen Seibelsdorf-Mittelberg beabsichtige. Die Gesamtkosten liegen bei 426 000 Euro. Hier wurde ein Förderantrag an die Regierung von Oberfranken gestellt.
Bezüglich der Grundschule Rodachtal sprach Gräbner von Anschaffungen wie beispielsweise 15 Computern, vier digitale Tafeln etc. Erfreut war er, dass die Grundschule zum fünften Mal als Umweltschule ausgezeichnet worden sei. Und er war überzeugt, dass mit der neuen Außensportanlage optimale Voraussetzungen für den Sportunterricht geschaffen wurden. 2017 sei nun ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug für die FF Zeyern zum Preis von 130 000 Euro vorgesehen. Er wies darauf hin, dass die 2014 gegründete Kinderfeuerwehr nunmehr über 40 Kinder unter zwölf Jahren zählt.


"Zu hohes Tempo"

Stimmen aus dem Publikum gab es nur wenige. So klagte Monika Resch über zu hohe Geschwindigkeiten in der Kreuzbergstraße. Gräbner wies darauf hin, dass dieser Bereich bereits als Tempo-30-Zone ausgewiesen sei. Werner Hempfling regte an, die Dorferneuerung in Zeyern zeitlich vorzuziehen. Hans-Heinrich Seidel wünschte weniger Baugebiete. Junge Familien sollten - falls diese ein älteres Haus sanieren möchten - einen Zuschuss von der Gemeinde erhalten.