von unserem Mitarbeiter Stefan LuTter

Weismain — Was geschieht mit der goldenen Badewanne, in der Bischof Tebartz-van Elst beim "Kaulhaaz'n-Fieber" und Faschingszug im vergangenen Jahr seinen Umzug von Limburg nach Giechkröttendorf verkündet hatte? Mit dieser Frage beschäftigten sich das Faschingskomitee und Mitwirkende am nur noch vier Monate entfernten Endspurt für die närrische Zeit bei einem Treffen.

Nicht größenwahnsinnig werden

Die Antwort der Weismainer Narren liegt nahe: Da nicht der Protz-Bischof die Pfarrstelle in der Jurastadt bekommen hat, sondern Gerhard Möckel, soll der neue Seelsorger die wertvolle Wanne bekommen. Nicht nur als nachträgliches Begrüßungsgeschenk, sondern als ständige Erinnerung daran, es in punkto Größenwahn nicht so weit wie sein Limburger Kollege kommen und eventuelle Pläne für einen Pfarrhaus-Ausbau erst einmal auf Eis legen zu lassen.
Wenig Gesprächsbedarf gab es bei der Absprache mit den Terminen am Faschingswochen ende. Das erfolgreiche Konzept der Vorjahre wird unverändert übernommen, wodurch sich zusammen mit dem Turnerball des TV Weismain (13. Februar) ein prall gefüllter Sechs-Tage-Endspurt der närrischen Zeit ergibt: Startschuss ist am Weiberfastnachts-Donnerstag, 12. Februar, mit dem Rathaussturm; die "närrischen Weiber" sammeln bereits Ideen und würden sich über neue Gesichter freuen. Gleiches gilt für das "Kaulhaaz'n-Fieber", zu dem das Komitee am Samstag, 14. Februar, in den Rathauskeller einlädt. Wer einen Programmvorschlag für den geselligen Abend mit Sketchen, Reden und Musik hat, der zur Finanzierung von "Kaulhaazia" mittlerweile unverzichtbar geworden ist, kann sich mit Franz Besold in Verbindung setzen.
Aushängeschild von "Kaulhaazia" bleibt der Faschingszug am frühen Nachmittag des Sonntags, 15. Februar. Selbst vorsichtige Schätzungen gingen von mehr als 10 000 Besuchern aus, die der "Gaudiwurm" in den vergangenen Jahren anlockte. Das Faschingskomitee gab bekannt, dass für den Zug ebenso viel Auswurfmaterial wie im Vorjahr angeschafft wird.
Das Thema für die der Stadträte befindet sich noch in der Ausarbeitungsphase, ließ Franz Besold durchblicken. Alle hofften darauf, dass gerade aus den Stadtteilen und umliegenden Orten mehr Beteiligung kommt. Ein Faschingswagen sei nicht zwingend notwendig, auch über originelle Fußgruppen würden sich die Organisatoren freuen. Als weiteres Standbein, um Geld für künftige Veranstaltungen zu erwirtschaften, bleibt die Schlagerparty im Ratskeller am Rosenmontag, 16. Februar, bestehen. Die Abschlussveranstaltung bildet schließlich wieder der Kinderfasching am Faschingsdienstag, 17. Februar, im Kolpinghaus. Wie immer ist der Eintritt bei allen Veranstaltungen des Faschingskomitees frei.
Weitere Details will das Komitee während einer Sitzung mit Vereins- und Stadtvertretern besprechen, die am Dienstag, 27. Januar, um 19.30 Uhr im Café Besold beginnt. Wie mitgeteilt wurde, findet der Faschingswagenbau an diesem Wochenende jeweils samstags ab 9 Uhr im Bauhof statt. Neben den bereits gemeldeten sind weitere Vereine, Organisationen und Gemeinschaften willkommen, um beim "Gaudiwurm" mitzuwirken. Als Kontaktperson fungiert Andrea Göldner (Tel. 09575-921329), bei der sich Teilnehmer anmelden können. Dabei sollten Art der Teilnahme (Wagen oder Fußgruppe), Thema des Beitrags, das Kfz-Kennzeichen des Wagens und der Ort, an dem die Mitwirkenden ihr Gefährt bauen, angegeben werden. Aus Sicherheitsgründen wird darum gebeten, die Wagen mit einem Geländer sowie möglichst tiefen und langen Banden zu versehen. Zudem sollten die Fahrzeuge beim "Gaudiwurm" von Personen zu Fuß begleitet werden.