Planmäßig soll die Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Bamberg vom 29. April bis 2. Mai für Bauarbeiten bei Baiersdorf gesperrt werden. Schienenersatzverkehr ist für das lange Maiwochenende bereits angekündigt. Schon am gestrigen Montag musste die Bahn die Strecke nun unplanmäßig wegen eines technischen Defekts bei Strullendorf sperren. Zwar wurde ebenfalls ein Schienenersatzverkehr eingerichtet und Regionalexpresszüge konnten noch in einem ausgedünnten Stundentakt eingleisig verkehren, aber die S-Bahn fuhr nur noch zwischen Nürnberg und Forchheim. Vor allem im morgendlichen Pendlerverkehr kam es dadurch zu massiven Behinderungen und auch zu Verspätungen.
Wie ein Bahnsprecher in München bestätigte, war am Gleis Richtung Nürnberg an einer Weiche im Bahnhof Strullendorf eine Schiene gebrochen. Ein Lokführer habe gegen 6.40 Uhr morgens den Schaden bemerkt und sofort gemeldet. Daraufhin sei die Strecke umgehend gesperrt worden.
Der Regionalexpressverkehr konnte statt im halbstündigen Takt daher nur noch je einmal pro Stunde in jede Richtung die Strecke passieren, der S-Bahnverkehr zwischen Forchheim und Bamberg wurde komplett auf die Straße verlagert. Am frühen Nachmittag betrugen die Verspätungen bei den noch fahrenden Zügen aufgrund des Gleisbruchs laut Bahn bis zu 30 Minuten.
Der Einbau des mehrere Meter großen Ersatzstückes in die Weiche dauerte am Montag bis gegen 16 Uhr. Ein solcher Schienenbruch kommt nach Angaben des Bahnsprechers sehr selten vor, so zum Beispiel bei extremen Temperaturschwankungen. Oft seien die Schäden nur anhand feiner Haarrisse erkennbar.