von unserer Mitarbeiterin Heidi Amon

Forchheim — Seinen Dienst als Pfarrer im Pfarreienverbund Forchheim-Ost mit den drei Kirchengemeinden Don Bosco, St. Anna und St. Johannes der Täufer in Reuth hat Salesianer-Pater Heinz Weierstraß schon am 1. September aufgenommen. Dies gilt auch für seinen priesterlichen Mitarbeiter Pater Richard Brütting.
Ihre ersten Gottesdienste haben sie in den Pfarreien bereits gehalten. Auch haben sie schon das Gespräch mit den Gemeindemitgliedern gesucht. "Wir wurden mit offenen Herzen und offenen Armen in Empfang genommen", freuen sich die beiden Patres.


Einführung am 27. September

In den Gemeinden wollen sie keine Funktionäre sein, sondern Menschen, die nicht nur von Kirche zu Kirche eilen, um Gottesdienste zu halten. "Wir wollen auch Zeit haben, um uns am Kirchplatz mit den Gottesdienstbesuchern zu unterhalten."
Am Sonntag, 27. September, werden Pater Weierstraß und Pater Brütting um 18 Uhr im Rahmen eines Festgottesdienstes in der Kirche St. Johannes Bosco in Forchheim durch Domkapitular Monsignore Georg Holzschuh in ihr Amt eingeführt.
Weierstraß und Brütting sind zwei liebenswürdige und sympathische Salesianer Don Boscos. Zwei, die sich auf ihre neuen Aufgaben in den Pfarreien freuen und sich voller froher Erwartungen auf den Weg in die Königsstadt Forchheim gemacht haben, um mit ihren drei Gemeinden mit über 6000 Pfarrangehörigen den Weg des Glaubens zu gehen.
Zwei, denen auch wichtig ist, ihren Pfarrangehörigen Lebensbegleitung und Heimat zu bieten. Die ein spontanes "Ja" sagen auf die Frage ihres Provinzials Josef Grüner, ob sie sich Forchheim als neuen Wirkungskreis vorstellen könnten, ˆ und die ohne Vorbehalte ihre Koffer packten: Heinz Weierstraß ist 60 Jahre alt und ein Rheinländer. "Die Stadt Forchheim kannte ich schon früher von Urlaubsaufenthalten", sagt er. Richard Brütting ist 62 Jahre alt und ein Oberfranke. In der Pfarrei Don Bosco war er vor 20 Jahren schon einmal Kaplan. Eines liegt dem neuen Forchheimer Pfarrer Weierstraß, dem die Gesamtleitung des Pfarreienverbundes obliegt, jedenfalls am Herzen: die Gemeinden zukunftsfähig zu halten und die Eigenständigkeit der Gemeinden zu fördern.


Ein gutes Miteinander

Großen Wert legt Weierstraß auf eine gute Zusammenarbeit und ein fruchtbares Miteinander mit Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen der Pfarreien. "Hier haben die Gemeinden einen großen Reichtum an sehr engagierten Leuten", lobt der Geistliche die Arbeit der vielen Mitarbeiter in den Pfarreien.
Im Vordergrund ihrer Arbeit soll auch eine attraktive Jugendarbeit im Sinne Don Boscos stehen. Auch die ökumenische Arbeit, bei der ein gutes Miteinander angestrebt werde, soll fortgesetzt und ausgebaut werden. Zum Priesteramt fanden Pater Weierstraß und Pater Brütting nicht auf direktem Weg. So hatte Pfarrer Weierstraß nach seinem Abitur Interesse an einem medizinischen Beruf. Er absolvierte eine Ausbildung beim Roten Kreuz, bevor er sich für den Heilpraktiker-Beruf entschied. Wie er zum Salesianer-Orden kam? "Über einen Dominikaner-Pater", sagt er.
Nach Philosophie- und Theologiestudium, pädagogischem Praktikum in Benediktbeuern und Diakonat in Neunkirchen-Seelscheid empfing er im Juni 1996 seine Priesterweihe. Es folgten eine Heimleitertätigkeit am Helenenberg, Schulseelsorge am Don-Bosco-Gymnasium in Essen-Borbeck sowie elf Jahre lange die Seelsorge in Hannover.


Eintritt in den Orden

Auch Pater Richard Brütting muste von seiner Gruppenleitertätigkeit in Regensburg Abschied nehmen, die er ausübte, bevor er nach zwei Jahrzehnten nach Forchheim zurückkehrte. Nicht weit von Forchheim ist er 1953 in Seelig geboren worden.
Nach seiner Schulzeit lernte er erst Werkzeugmacher, leistete seinen Wehrdienst und machte 1979 seine Meisterprüfung. "Ich wohnte während meiner Lehrzeit im Salesianerwohnheitm in Nürnberg und lernte schon in jungen Jahren den Orden kennen" , erinnert er sich. Als er 29 Jahre alt war, trat er in den Orden ein.