von unserem Mitarbeiter Thomas Micheel

Unterlangenstadt — In der Bürgerversammlung wurde bemängelt, dass von Unterlangenstadt aus rechts vom Bahnübergang viele Bäume gefällt worden seien und der dort befindliche Teich immer mehr zugeschüttet werde. Wer dafür verantwortlich sei und ob das rechtens wäre, wollten die Bürger wissen.
Dessen werde er sich annehmen, sagte Bürgermeister Christian Mrosek (CSU) zu, und die entsprechenden Stellen beim Landratsamt informieren. "Wir kümmern uns darum", sagte er.
Erstmals fand die Bürgerversammlung im Gemeinschaftsraum in der "neuen Schule" statt. Hier stellte Bürgermeister Christian Mrosek (CSU) fest, dass trotz Investitionen und zahlreichen Baumaßnahmen im vergangenen Jahr die Verschuldung der Gemeinde gesunken sei.
Die Prokopfverschuldung belaufe sich zum Ende 2014 auf 373 Euro gegenüber 403 Euro im Jahr 2013. Weiter stellte er fest, dass durch die personellen Änderungen im Gemeinderat neue Ideen und Gedanken mit einflössen. Neben den laufenden Unterhaltsmaßnahmen im gesamten Gemeindegebiet sowie Reparaturarbeiten, erforderlichen Anschaffungen und Bauunterhalt waren sehr viele Einzelmaßnahmen beschlossen und durchgeführt worden. Hier nannte Mrosek unter anderem die Errichtung eines großen Zähler schachts für das Wasserleitungssystem an der Ortsgrenze Redwitz/Unterlangenstadt. Hier sei es nun möglich, die Leitungen und den Verbrauch sowie Störungen getrennt voneinander zu überwachen. In Unterlangenstadt wohnten zum Jahreswechsel 508 Einwohner.

Diskussion ums Gutmann-Haus

In der Diskussion konnte ein Bürger die Sanierung des Gutmann-Hauses mit den damit verbundenen hohen Kosten über zwei Millionen Euro nicht ganz nachvollziehen. Ob es denn so wichtig sei, dass der Gemeinde ein Saal mit 200 Personen für solch eine Summe zur Verfügung stehe. Der Bürgermeister merkte an, dass die Gemeinde in der Planungsphase sei und dieser Prozess bereits lange andauere. Zudem verfügten alle Ortsteile über einen Gemeinschaftsraum. In Unterlangenstadt habe man sich damals dafür lange eingesetzt. Dem Hauptort Redwitz stehe kein solcher Raum zur Verfügung. Das Feuerwehrhaus sei kein für die Öffentlichkeit jederzeit zugängliches Gebäude, fügte Mrosek an. Weiter gehören zum Gutmann-Haus die Überlegungen zur Gestaltung des Marktplatzes mit einbezogen, führte er aus. Ein Bürger wollte diesbezüglich die Folgekosten mit eingerechnet haben. Ein weiterer stellte fest, dass die historische Ansicht des Gebäudes anders aussehe als die jetzige. Dann solle man das Haus lieber wegreißen und für das Geld etwas Neues hinstellen, vertrat er seine Meinung.
Bürgermeister Mrosek erläuterte, dass die Regierung in Bezug auf die Städtebauförderung viel vorgebe. Das müsse eingehalten werden, um die Förderung zu erhalten. Als Beispiel nannte er den Abriss des "Schützenwirts", bei dem die Regierung darauf bestanden habe, den vorderen Teil stehen zu lassen. Auch beim Gutmann-Haus werde verlangt, den vorderen Teil zu erhalten.
Gefragt wurde, ob für den fast durchgängigen Radweg nach Mitwitz das noch letzte fehlende Stück zwischen Unterlangenstadt und Trainau verwirklicht werden könnte. Dies gestalte sich schwierig, so der Bürgermeister, da viele landwirtschaftliche Anlieger an einen möglichen Radweg grenzen. "Wenn es so weit ist, legen wir gleich noch die Wasserleitung rein", wurde ergänzt.
Zur Sprache kam, dass das Problem des Wachsens der Ortsteile am Fehlen von Bauplätzen liege. So sei es in Unterlangenstadt schwierig zu bauen.

Parkplätze fehlen

Festgestellt wurde weiterhin, dass zu manchen Gottesdiensten in der Christus-Kirche die Parkplätze davor nicht ausreichen. Nachgefragt wurde, ob eine Erweiterung um fünf Plätze möglich sei. Hierzu entgegnete der Bürgermeister, dass an den davor liegenden Straßenzügen genügend Parkplätze und -möglichkeiten zur Verfügung stehen.
Dank sagte man Ralf Rech für seinen Dienst als Verwalter des Gemeinschaftsraums in der neuen Schule und unterstrich die Anerkennung mit Beifall.