In der achten Runde der Segelflug-Bundesliga musste die erfolgsverwöhnte Mannschaft des Bamberger Aero-Clubs einen kleinen Dämpfer einstecken. Weil nur zwei statt drei möglicher Piloten die für eine Ligawertung notwendige Mindest-Flugstrecke schafften, reichte es nur zum 16. Rundenplatz in der 30 Vereine umfassenden Konkurrenz. Die Versuche der restlichen Starter endeten vorzeitig wieder am Flugplatz oder auf einem Acker. In der Gesamtwertung fiel der Verein dadurch vom elften auf den 13. Platz zurück.
Anspruchsvolles Wetter mit spätem und schwachem Thermikbeginn (Aufwind) sowie starken Gewittern ließ an beiden Tagen nur kurze Zeitfenster für Ligaflüge offen. Franz Hirmke absolvierte bereits am ersten Wertungstag mit der vereinseigenen ASW20 als Einziger einen gültigen Flug. Jedoch spielte die Technik nicht mit, so dass der Flug nicht gewertet werden konnte. Deshalb ging er am zweiten Tag erneut an den Start, diesmal mit der Clubklasse LS4b. Sein Flug ging bis in den Thüringer Wald und zurück zur Breitenau. Wegen herannahender Gewitter musste er jedoch abbrechen und konnte die Ligazeit von zweieinhalb Stunden nicht ausnutzen. In zwei Stunden und acht Minuten erreichte er trotzdem eine Strecke von 168,48 Kilometern. Nach Index steuerte er 65,43 Speedpunkte zum Ergebnis des Vereins bei.
Mit seinem eigenstartfähigen Hochleistungssegler EB29 legte Horst Singer in der Ligazeit eine Strecke von 258,8 Kilometern zurück. Sein Flug führte ihn bis kurz vor Gera und zurück nach Bamberg. Mit einem für die Wetterlage erstaunlichen Schnitt von 103,52 km/h nutzte er das zur Verfügung stehende knappe Zeit- und Wetterfenster optimal. Ohne seine 87,17 Speedpunkte wäre die Mannschaft des Aero-Clubs in der Gesamtwertung zwei weitere Plätze abgerutscht. Nachdem sie mit einem "blauen Auge" davongekommen sind, wünschen sich die Bamberger nun einmal gutes Streckenflugwetter, was es in der bisherigen Saison noch an keinem einzigen Wertungstag gegeben hat. fh