Coburg — Die Städtische Wohnbau Coburg GmbH investiert, saniert und betreibt Stadtentwicklung. Und sie macht Gewinn dabei, wie am Donnerstag Geschäftsführer Christian Meyer im Stadtrat erläuterte. Und das, obwohl das Unternehmen im Jahr 2013 Sonderabschreibungen tätigen musste, weil die Erträge aus Vermietungen teilweise die Baukosten nicht mehr decken.
Die rund 680 000 Euro Gewinn darf die Wohnbau ihrer Rücklage zuführen. Wie bei den SÜC belässt der Stadtrat das verdiente Geld in den städtischen Unternehmen, damit diese weiter investieren können. Da wäre zum einen die Sanierung der Ketschenvorstadt, in die Wohnbau und die Stadtentwicklungsgesellschaft schon 20 Millionen Euro gesteckt haben. Da wären die energetischen Sanierungen und der Neubau von Wohnungen im gesamten Stadtgebiet. Gleichzeitig verlangt die Wohnbau noch niedrige Mieten von durchschnittlich 4,20 Euro pro Quadratmeter - "ein Minimalwert in Nordbayern", wie Meyer sagte.
Derzeit würden der Wohnbau 1200 Wohnungsnachfragen vorliegen, berichtete der Geschäftsführer. Vor allem kleine, seniorengerechte und preiswerte Wohnungen würden langfristig gebraucht, und die Wohnbau wolle hier investieren. "Die Entwicklung der Altersarmut wird ein Problem." Wenn es da keine bezahlbaren Wohnungen gebe, bleibe nur das Altenheim. sb