Das Gärtner- und Häckermuseum bietet zum Internationalen Museumstag am morgigen Sonntag um 14 und um 16 Uhr die Führung "Grüner Wandel: Geschichte und Veränderungen Bamberger Gemüsesorten" an. Die Führung übernehmen Gärtnermeister Georg Eckenweber und Museumsleiter Hubertus Habel. Die Teilnahme ist bei normalem Museumseintritt frei, teilen die Veranstalter mit.
Der Internationale Museumstag steht 2017 unter dem Motto "Spurensuche." Zwei Experten begleiten die Besucher im Hausgarten des Gärtner- und Häckermuseums in der Mittelstraße 34 auf den Spuren von Geschichte und Veränderungen Bamberger Gemüsesorten. Wer weiß schon, seit wann aus Bamberg Zwiebelsamen exportiert, Rettich an weit entfernte Hofküchen verkauft oder wie Wirsing und Gartensalat zu den Formen entwickelt wurden, die wir heute kennen und auf dem Teller schätzen? Diese und weitere spannende Aspekte werden während der Führungen am lebenden Objekt vorgestellt.
Damit dies gelingen kann, haben Vorstands- und Beiratsmitglieder des Trägervereins des Gärtner- und Häckermuseums in der ersten Aprilhälfte den Garten in den Gemüsekultur-Formen angelegt, wie sie bis in die Zeit des Ersten Weltkrieges in der Bamberger Gärtnerei üblich waren. Inzwischen gedeiht das Gemüse prächtig, teilt das Museum mit. Das hätten in der noch jungen Museumssaison bereits knapp 1300 Besucher begutachten können - eine Zahl, die etwa 75 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre für die ersten beiden Öffnungswochen liege.
Der seit Ende April neugewählte (und alte) Vorstand des Trägervereins des Gärtner- und Häckermuseums mit Pankraz Deuber und Peter Mayer (Erster und Zweiter Vorsitzender), Andreas Dechant (Schriftführer) und Stefan Wolf (Kassier) könne angesichts dieses positiven Auftakts "hoffnungsvoll in die Zukunft dieser Saison blicken, an deren Ende hoffentlich wieder ein Deckungsbeitrag von etwa 100 Prozent verbucht werden kann - ein Haushaltsergebnis, das nur selten von einem Museum erzielt wird", heißt es in der Mitteilung. red