von unserem Mitarbeiter Werner Baier

Pettstadt — Eine Reihe von Aufgaben der Daseinsvorsorge wird Gemeindeverwaltung und Gemeinderat in diesem und den folgenden Jahren beschäftigen. Bürgermeister Jochen Hack (FWG) unternahm in der Januar-Sitzung einen ersten Streifzug durch den Maßnahmenkatalog. Auswirkungen auf den Haushaltsplan wird man zu gegebener Zeit besprechen.
Eine familienfreundliche Gemeinde zeichnet es aus, dass sie sich um die Sicherung des Schulstandorts bemüht. Dank der in den letzten Jahren positiven Geburtenentwicklung will Pettstadt folgerichtig in die Grundschule investieren, die nach Auskunft der Schulrektorin weiterhin dreizügig geführt werden müsse. Wegen der Erneuerung der Grundschule Frensdorf werden zurzeit Schüler in Containern auf dem Pettstadter Schulgrundstück unterrichtet. Für die stark nachgefragte Nachmittagsbetreuung von Schulkindern könne die Grundschule keinen Klassenraum abtreten, erfuhr Hack von der Schulleitung.
Der vorhandene Raum sei für derzeit 33 Nachmittagskinder zu klein. In der Hoffnung auf staatliche Förderung soll nun ein Raumprogramm für den Standort Pettstadt erstellt und dann auch verwirklicht werden. Zudem sei es, so Hack, unumgänglich, in die Gebäudetechnik und die Gestaltung zu investieren.
Erweiterungsbedarf besteht ferner am Feuerwehrgerätehaus. Hier mangelt es nicht nur an einem Lagerraum; hier muss auch dringend dem Umstand Rechnung getragen werden, dass sich Frauen dem Brandschutz verschrieben haben: Den weiblichen Löschkräften fehlen separate Dusch- und Umkleideräume. Dafür soll nun in Zusammenarbeit mit der Führung des Feuerwehrvereins ein Plan gefertigt werden. Im Übrigen darf sich die FW Pettstadt auf eine Wärmebildkamera freuen, um ihre Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Zu den Anschaffungskosten von rund 7000 Euro erhält die Gemeinde einen Zuschuss von 2700 Euro.
Auf rund 400 000 Euro werden die Kosten des Breitband ausbaus in den Randgebieten der Gemeinde veranschlagt. Davon hat die Gemeinde etwa 120 000 Euro zu tragen, der Löwenanteil wird aus dem Förderprogramm des Freistaats Bayern finanziert. Laut Geschäftsleiter Roland Hack geht es um den Anschluss des Gewerbegebietes Pettstadts sowie um annähernd 100 Anwesen in den Ortsteilen Neuhaus und Schadlos.
Bei der gründlichen Untersuchung des Kanalnetzes wurden laut Bürgermeister Hack keine schweren Schäden gefunden. Für die gleichwohl erforderlichen Reparaturen soll nun eine Prioritätenliste aufgestellt werden. Auch für den Unterhalt und die Pflege der Grünanlagen wird ein Betreuungskonzept ausgearbeitet.
Erfreuliches hatte Jochen Hack zum Thema Defibrillator zu vermelden: Wie erhofft, konnte auch die Raiffeisenbank dafür gewonnen werden, in ihrer Filiale Pettstadt Platz für dieses lebensrettende Gerät zur Verfügung zu stellen. Außerdem gewährt die Bank noch 500 Euro Zuschuss. Wie berichtet, wird im Zuge einer Aktion von BRK und Sparkasse Bamberg die Sparkassen-Filiale Pettstadt Standort eines Defibrillators.