Rasant schreitet die Technik in Sachen Breitbandausbau auch in den ländlichen Regionen voran. Möglichkeiten hierfür zeigte Roland Werb vom Ingenieurbüro Corwese aus Seefeld in einem Masterplan in der Sitzung des Geracher Gemeinderates auf.
War vor wenigen Jahren noch DSL mit einer Geschwindigkeit von 16 Mbit/s mit Kupferkabeln der Telekom der Weisheit letzter Schluss, ist heute VDL mit 50 Mbit/s fast schon Standard, während die neueste Technologie FTTH ausschließlich mit Glasfaserkabel Geschwindigkeiten bis zu 2000 Mbit/s ermöglichen soll. Im Masterplan zeigte Werb auf, wo auch in Gerach bei Tiefbauarbeiten diese Glasfaserkabel mit verlegt werden können - dies sei eine gute Investition in die Zukunft, verzehnfache sich der Internetverkehr doch alle sechs Jahre. Gerach sei zwar bislang mit 30 Mbit/s noch gut aufgestellt, auch seien weitere Maßnahmen derzeit nicht mehr förderfähig, für die Zukunft aber dennoch nicht auszuschließen.
Durch das sinnvolle Mitverlegen von Leerrohren im Rahmen von Tiefbauarbeiten sei eine Kostenreduzierung bis zu 70 Prozent auf jeden Fall möglich. Die Materialkosten für Gerach betrügen 72 000 Euro, die Hausanschlüsse würden 102 000 Euro kosten, hinzu käme die Montage mit den Tiefbauarbeiten. Bürgermeister Gerhard Ellner (SPD) war sich mit dem Gemeinderat einig, bei zukünftigen Erschließungsmaßnahmen wie zum Beispiel auf dem Wieland-Gelände mit neuen Bauplätzen dies in der Planung mit einzubeziehen.


Stolz auf Jugendarbeit

Stolz ist die Gemeinde Gerach auf ihre Jugendarbeit. Davon berichtete Laura Galizia von Jam. Rund 35 Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis 17 Jahren nehmen bei einer Gruppenstärke von 10 bis 13 Teilnehmern an den Veranstaltungen im Jugendtreff auf dem Wieland-Gelände jeweils freitags von 17.30 bis 19.30 Uhr teil und nehmen damit innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft einen vorderen Platz ein.
Kochen und Backen, Sport mit Tischtennis und Fußball werden hier von den Jugendleitern Jannik Hartmann und Antonia Müller angeboten, Höhepunkte waren auch das Wendeplattenfest an der Ortenleite, ein Tag der offenen Tür und die Teilnahme am Sommerferienprogramm. Innerhalb der VG-Jugend war die Geracher Jugend Gastgeber beim VG-Dance- und Music-Club mit 70 Teilnehmern. Positiv zu bewerten ist auch die gute Kooperation mit Geracher Vereinen und Verbänden.
Fleißig waren die Gemeinderäte, und hier insbesondere die Mitglieder der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG), bei der Erarbeitung von Vorschlägen für interaktive Elemente und Stationen beim geplanten Naturlehrpfad in Gerach. So wurden eine Nistkastenwand, die Einbindung des Baches mit Wasserspielen, Holzskulpturen, ein Geräusch-Memory, ein Barfußweg und Sitzgelegenheiten angeregt. Seitens der Verwaltung wurden ein Spechtbuch, ein Baumscheibenkalender, Fährtenlesen oder Tiere aus Stein als gestalterische Elemente vorgeschlagen.
Die Kosten für den Naturlehrpfad sind noch sehr ungewiss, jedoch könne man, so Ellner, mit einer 50-prozentigen Bezuschussung rechnen. Im Rat bildete sich ein Arbeitkreis, der am 11. März um 9.30 Uhr den geplanten Naturlehrpfad abgehen und die Machbarkeit der einzelnen Vorschläge diskutieren wird.
Ein bisschen närrisch wurde es am Ende doch noch: Weil Altweiberfasching war, ließ es sich Petra Schmitt (CSU) nicht nehmen, den krawattentragenden Ratskollegen dieses Kleidungsutensil mit scharfer Schere zu durchtrennen.