Hesselbach — Das Schaffen von Kleinoden in und um Hesselbach, die Wiederbelebung alter Traditionen, die Unterstützung örtlicher Vereine - und natürlich das bis über die Landkreisgrenzen hinaus bekannte Dorffest: Die Liste der Aktivitäten der rührigen Dorfgemeinschaft Hesselbach ist lang. So fand dann auch DG-Vorsitzender Alexander Kittel in seinem Jahresbericht herzliche Dankesworte an seine Kollegen der Vorstandschaft sowie an alle tatkräftigen Helfer.
Im vergangenen Jahr tätigte man wieder mehrere Spenden - so für die Sitzgelegenheit Schwellesbach in der Grümpel, für die Erneuerung der Panoramatafeln - als auch Zuschüsse für die Bestuhlung des Gemeindehauses und der Gründung einer Kinderfeuerwehr. Den größten Batzen erhielt der Musikverein Hesselbach in Höhe von 2.000 Euro als Bezuschussung für neue Trachten. Zudem unterstützte die DG den Musikverein Hesselbach bei der Ausrichtung seines Kreismusikfests.
Bei vielen Projekten legte man tüchtig Hand an - wie bei der Renovierung der Alten Kanzlei, bei der Begradigung der Grünfläche auf dem Teich, beim "Einlassen" der Sitzgruppe an der Dienesch-Linde sowie bei der neuen Eingangstür für den Saal des Gemeindehauses.
Der Vorsitzende gab auch einen Überblick über die seit 1997 erfolgten Investitionen. 4000 Euro flossen in Inventar für die Dorfgemeinschaft, während man knapp 18 000 Euro für Sach- und Geldspenden für örtliche Vereine aufwendete. 57 Prozent verwendete man für Maßnahmen zur Ortsverschönerung von Hesselbach. Insgesamt wurden seit 1997 Investitionen in Höhe von 52 000 Euro getätigt.

Große Pläne

Und auch für heuer hat man sich einiges vorgenommen - unter anderem eine Begehung des Marschallwegs mit den Gratwanderern, das Pflanzen eines neues Baums in der Insel am Plan, die Anschaffung neuer Biertischgarnituren, das Streichen der Panoramatafeln sowie eventuell das Anfertigen eines "Zunft-Baums" und die Beschilderung "markanter" Punkte in und um Hesselbach. Es soll ein Pachtvertrag für das Gemeindehaus geschlossen und die Nutzungsbedingungen sollen festgemacht werden. Für den Dorfplatz beziehungsweise für das Dorffest sucht man nach einer Stromlösung.

25. Dorffest in Planung

Der zweite Vorsitzende Heinrich Förtsch zog ein sehr positives Resümee des 24. Dorffests. Das Fest habe erneut viele Besucher aus dem gesamten Landkreis angezogen. Sein Dank galt den vielen Helfern sowie insbesondere den Nachbarn für deren Verständnis und Unterstützung. "Das ist nicht selbstverständlich", würdigte er. Die Planungen für das 25. Dorffest sind derweil schon in vollem Gange. Vom 7. bis zum 9. August sollen wieder viele Veranstaltungen stattfinden.
Wilhelmsthals Bürgermeisterin Susanne Grebner bedankte sich für die vielen Aktivitäten, die das ganze Jahr über in Hesselbach liefen. "In Hesselbach funktioniert alles. Da greift ein Rädchen ins andere", würdigte sie. Ohne den ehrenamtlichen Einsatz der Dorfgemeinschaft hätte die Renovierung des Gemeindehauses nicht in der jetzigen Form erfolgen können. Hesselbach sei das beste Beispiel für eine "Mitmachgemeinde" wie sie sie sich wünsche.
Die Dorfgemeinschaft hatte im Vorfeld ihrer Sitzung eine neue Vorstandschaft gewählt. Der Neue Vorsitzende ist ein alter Bekannter: Der Ehrenvorsitzende Edgar Renk übernimmt nach drei Jahren wieder das Ruder.
DG-Vorsitzender Alexander Kittel, der zwei Jahre lang den Vorsitz innehatte, stellte sich nicht mehr zur Verfügung. "Mir haben die beiden Jahre unheimlich Spaß gemacht", meinte Kittel. Er habe seine Funktion so gerne ausgeübt, weil er ein funktionierendes Team um sich gehabt habe. "Die Dorfgemeinschaft Hesselbach ist nicht nur die Vorstandschaft, sondern die ganze Bevölkerung. Andere Ortschaften schauen zu uns auf, weil wir eine Einheit sind", sagte Kittel stolz und versicherte, sich auch weiterhin einzubringen. Er dankte Renk, der sich vor drei Jahren aus diesem Amt verabschiedet hatte und mittlerweile zum Ehrenvorsitzenden ernannt worden war, für seine Bereitschaft, wieder das Ruder zu übernehmen.
Renk stand als "Mann der ersten Stunde" ab 1991 rund 21 Jahre lang an der Spitze der Dorfgemeinschaft. Um dieses Amt auszuüben, müsse man - so Renk - ein Idealist und ein "richtiger Hesselbacher" sein, man müsse mit der Ortschaft leben und für sie da sein. Damals habe er sein Amt aus gesundheitlichen Gründen abgegeben. "Ich hatte aber auch ein wenig ein Vereins-Burn-out", räumte er ein.
Seine Nachfolger Alexander Hoderlein und Alexander Kittel seien mit jungem Elan neue Wege gegangen. "Ich werde ihre Arbeit fortsetzen, die Wege weiter beschreiten und die Maßnahmen fortführen. Das sind meine Ziele, wenn ich jetzt zum zweiten Mal ins Rennen gehe", betonte er.

Riesiges Arbeitspensum

Kassier Fritz Kempf gab nach zehn Jahren sein Amt ab. Für seinen großartigen Einsatz wurde er von Kittel mit einer Urkunde und einem Geschenk bedacht. Der scheidende Vorsitzende würdigte das immense Arbeitspensum des Kassiers - insbesondere vor, während und nach den Dorffesten. Beim Dorffest sei er der Erste gewesen und der Letzte, der nachts das Zelt abgeschlossen habe. In seine Fußstapfen tritt Julia Stadelmann.
In ihren Ämtern bleiben Heinrich Förtsch und Alexander Hoderlein als Zweiter Vorsitzende, Franz Fiedler als Schriftführer sowie Timo Stadelmann und Johannes Böhnlein als Kassenprüfer. Die Wahlen erfolgten für zwei Jahre. hs