Der Wirtschaftsplan 2017 samt Finanzplan und Investitionsprogramm war Thema der jüngsten Sitzung des Werkausschusses. Der Erfolgsplan schließt bei den Erträgen mit 744 678 Euro und bei den Aufwendungen mit 777 284 Euro ab. Der Vermögensplan hat ein Volumen von gut 3,46 Millionen Euro. Vorgesehen ist eine Kreditaufnahmen von 2,215 Millionen Euro.


Beträchtliche Neuverschuldung

Bürgermeister Siegfried Decker erläuterte, dass allein 2,6 Millionen Euro in den restlichen Kanalbau in der Laubenstraße, die Abwasserbeseitigung im Wohnbaugebiet "An der Steigengasse", Sanierungsarbeiten in der Au-, Jahn- und Gartenstraße sowie in eine Teilerschließung des Gewerbegebiets "Wirsberger Straße" fließen. "Wir wollen im investiven Bereich die gemeindliche Entwicklung im Wohnbau- und Gewerbebereich voranbringen", sagte er. Decker sprach von einer beträchtlichen Neuverschuldung, die Gemeinde stoße langsam an die finanzielle Leistungsgrenze. Ob die Darlehensaufnahme im vollen Umfang notwendig werde, würden die Entwicklungen im Gewerbegebiet "Wirsberger Straße" und im Wohnbaugebiet "An der Steigengasse" zeigen.
Die hohe Verschuldung überrasche nicht, sagte Klaus Zahner, "weil wir viele Maßnahmen vor uns hergeschoben haben." Alexander Wunderlich sprach von Investitionen in die Zukunft: "Stillstand sollten wir vermeiden."
"Zur Finanzierung wasserwirtschaftlicher Sanierungsmaßnahmen können Gemeinden in Härtefällen staatliche Zuwendungen erhalten", fuhr Decker fort. Das Programm sei zunächst auf vier Jahre ausgelegt, das Umweltministerium habe zugesagt, die Förderpraxis nach zwei Jahren einer Evaluierung zu unterziehen.


Für jeden Tausender dankbar

Der Bayerische Gemeindetag werde sich weiterhin für eine stark ausgestattete und wirksame Sanierungsförderung einsetzen. "Wir wollen alles versuchen, hier an Zuschüsse heranzukommen. Wir werden nicht reich werden, aber wir sind für jeden Tausender dankbar", sagte der Bürgermeister.
Andreas Leffler von der Firma WRS in Memmelsdorf gab dem Werkausschuss noch den Jahresabschluss 2015 bekannt. Zur Entwicklung der Gemeindewerke stellte Siegfried Decker fest, dass diese im zehnten Jahr ihrer finanziellen und wirtschaftlichen Ausgliederung aus dem Gemeindehaushalt alle Anforderungen sehr gut bewältigen könne. Die Eigenkapitalquote habe im Vorjahr bei 94 Prozent gelegen. Decker: "Die Gemeindewerke werden auch in Zukunft versuchen, auf Basis kostendeckender Gebühren durch rationelle Betriebsführung die wirtschaftliche und finanzielle Situation stabil zu halten. Allerdings muss auch auf Kostenveränderungen konsequent und zeitnah reagiert werden."
Für das Jahr 2015 weisen die Gemeindewerke eine Bilanzsumme von knapp 8,7 Millionen Euro auf. Rei.