von unserem Mitarbeiter björn Hein

Rannungen — Die Aufnahme und Unterbringung von Asylbewerbern in Rannungen stößt bei der Ortsbevölkerung auf großes Interesse. Das zeigte sich auch daran, dass bei der jüngsten Gemeinderatssitzung der Zuhörersaal aus allen Nähten platzte. Zahlreiche Bürger waren erschienen, um zu hören, ob es einen neuen Sachstand gibt. Bürgermeister Fridolin Zehner (CSU/ FW) hatte auf Anregung von Gemeinderatsmitglied Harald Klopf (Bürgerliste) den Punkt aufs Programm genommen. "Geeignete gemeindeeigene Unterkünfte für die Unterbringung von Asylbewerber stehen der Gemeinde nicht zur Verfügung", sagte Zehner. Einzig die Mehrzweckhalle käme in Betracht. Diese bleibe aber bei den Planungen des Landratsamtes außen vor.


Beifall für Harald Klopfs Vorschlag

"Es wird die Lösung, die Asylbewerber privat unterzubringen, bevorzugt", sagte der Bürgermeister. Harald Klopf schlug vor, im gemeindlichen Rundschreiben die Familien, die Asylbewerber aufnehmen wollen, auf die Modalitäten aufmerksam zu machen. Dieser Vorschlag wurde mit Beifall bedacht. Der Rat einigte sich einstimmig, die Informationen ins Rundschreiben aufzunehmen.
Beim Tagesordnungspunkt Freischankfläche leitete Werner Keller (Bürgerliste) die Sitzung, da Zehner persönlich in die Thematik involviert war. Es ging um eine Baugenehmigung zur Errichtung und zum Betrieb einer Freischankfläche in der Raiffeisenstraße. Dort will Bernhard Herbig eine Freischankfläche mit einer Größe von rund 130 m² errichten. 64 Sitzplätze sollen entstehen. Dabei waren laut Keller die Nachbarunterschriften vollständig. Harald Klopf merkte an, dass hier im Moment Parkplätze seien, die im Falle der Genehmigung woanders auf Kosten des Bauwerbers ausgewiesen werden müssten. Er forderte, im Rahmen der Gleichberechtigung hierzu beim Landratsamt nachzufragen.


Stellplätze vorhanden

Laut Keller müsse der Bauwerber fünf Stellplätze nachweisen, diese seien aber schon vorhanden. "Wenn das nicht in Ordnung ist, so wird das Landratsamt an ihn herantreten. Dies ist für die Erteilung der Genehmigung aber nicht von Relevanz", meinte Keller.
Auch Wolfgang Röder (parteilos) forderte die Klärung der Situation, bevor er zustimme. Röder stellte den Antrag, die Thematik erst mit dem Landratsamt abzuklären und die Genehmigung zu verschieben, was allerdings mit vier zu acht Stimmen abgelehnt wurde.
Mit elf zu einer Stimme entschloss der Gemeinderat schließlich, das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen; allerdings unter der Auflage, dass die Verwaltung zuvor die Stellplatzfrage mit dem Landratsamt abklärt und das Ergebnis der Gemeinde mitteilt.
Weiterer Gemeinderatsbericht folgt