Oberthulba — Wieder einmal stand das Thema "Möglichkeiten der Kommunalen Verkehrsüberwachung" auf der Tagesordnung des Marktgemeinderates Oberthulba. Auch diese Diskussion wurde langwierig und je länger sie sich hinzog, desto mehr kamen Zweifel ob eine solche Maßnahme sinnvoll ist. Zumal sie ja kostendeckend sein sollte. Erkundigungen eingeholt hatte die Geschäftsleiterin der Gemeinde Nicole Wehner. Sie informierte über Kontrollen im fließenden, wie auch beim ruhenden Verkehr.

Hoher Verwaltungsaufwand

Allein beim ruhenden Verkehr, wäre neben dem hohen Verwaltungsaufwand mit auch notwendiger neuer EDV nur mit der Kommunalen Dienstleistungsgesellschaft die Überwachung möglich. Bei etwa 20 Stunden Kontrollen im Monat müsste man mit monatlichen Kosten von 1050,00 Euro rechnen. Mario Götz, 3. Bürgermeister, meinte dazu: "Wenn wir da kostendeckend sein wollen, müssten kräftig Strafzettel geschrieben werden."

Appell an Mitbürger

Sein Kollege Jürgen Kolb (2. Bürgermeister) ist der Meinung, dass sich das finanziell nicht lohne. Er halte es für besser an die Verkehrsteilnehmer zu appellieren. Einige der Räte waren schon gleich gegen eine Verkehrsüberwachung durch die Gemeinde. "Das sollte man der Polizei überlassen", äußerte Torsten Büchner.
Die Ortsbeauftragte von Oberthulba Margot Schottdorf hofft: "Vielleicht führt die Diskussion, die geführt wird, auch zu einem Mitdenken in der Bevölkerung. Die Kosten jedenfalls zwingen schon zu einem Überlegen". Auch sie war letztlich gegen eine Verkehrsüberwachung durch die Gemeinde. Bevor man allerdings endgültig das Thema behandelt, schlug Bürgermeister Schlereth vor, eine angebotene 24-stündige kostenlose Überprüfung vornehmen zu lassen. Man habe dann entsprechende Zahlen und könne das Thema noch einmal ansprechen. hsg