Weisendorf — Dem Bau- und Umweltausschuss Weisendorf lagen sieben Bauanträge und Bauvoranfragen vor.
Der Antrag von Manuel Brehm bezieht sich auf ein Einfamilienwohnhaus im Ortsteil Reinersdorf. Das zur Bebauung vorgesehene Grundstück ist im Flächennutzungsplan als landwirtschaftliche Fläche dargestellt und liegt somit im Außenbereich. Der Antragsteller macht geltend, dass es sich um ein privilegiertes Bauvorhaben für die Übernahme und Fortführung des landwirtschaftlichen Betriebes handelt.
Bürgermeister Heinrich Süß (UWG) stellte fest, dass der Markt Weisendorf keinen Anschluss an die Abwasseranlage realisieren wird. In den Plänen wird die Entwässerung aufgezeigt mit dem Einbau einer Grundstückskläranlage. Der Aussiedlerhof wurde vor einigen Jahren nachträglich an die zentrale Wasserversorgung des Marktes angeschlossen.
Damit kann die Gemeinde auch keinen eigenständigen Wasseranschluss einrichten, weshalb der Bauherr in Eigenverantwortung an den vorhandenen Grundstückwasseranschluss anschließen muss.
Unter der Voraussetzung einer Privilegierung und mit dem Hinweis, dass die öffentliche Erschließung an den Kanal nicht gesichert ist, wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt.
Am Mühlweiher 23 wollen Stephanie und Volker Lansmann an einem bestehenden Wohnhaus bauliche Veränderungen vornehmen. Der Bauantrag wurde im Freistellungsverfahren behandelt und zur Kenntnis genommen. Vier weitere Bauanträge betrafen einen Geräteraum und Terrassenüberdachungen, die allesamt ohne größere Diskussionen abgesegnet wurden.
Auch die Errichtung eines Staketenzaunes für zwei Grundstücke an der Hopfenleithe im Ortsteil Buch mit einer Höhe von zwei Metern erhielt nach einer längeren Diskussion das gemeindliche Einvernehmen. Im rechtsgültigen Bebauungsplan ist eine Einfriedung mit Maschendraht oder Holzlatten mit einer Höhe von einem Meter zugelassen. Bei einem Ortstermin des Bauamtes wurde festgestellt, dass es im betreffenden Baugebiet an verschiedenen Stellen höhere Einfriedungen zwischen 1,50 bis zwei Meter gibt, meist als Holzsichtschutzzaun. Dabei handelt es sich immer nur um kleinere Abschnitte bis rund zehn Meter Länge. Ob für diese Einfriedungen Genehmigungen vorliegen, ist allerdings nicht bekannt. Der Bauausschuss einigte sich mehrheitlich, für die beantragte Einfriedung lediglich bis zu einer Höhe von 1,40 Meter eine Befreiung zu erteilen. sae