Mit 40 Personen war der Besuch der Marktleugaster Bürgerversammlung im Schützenhaus etwas geringer als im Vorjahr. Dennoch zeigte sich Bürgermeister Franz Uome zufrieden, dass sich insgesamt 120 Besucher in den sechs Bürgergesprächen für das Geschehen in der Gemeinde interessierten.
Der Bürgermeister urteilte, dass sich das Konsolidierungskonzept positiv auf die Kommune auswirke. Dank der Stabilisierungshilfen des Freistaats sei die Verschuldung des Marktes von 3,13 auf aktuell 1,82 Millionen Euro zurückgeführt worden, die Rücklage betrage 200 000 Euro. Auch sei die jährliche Zinsbelastung mehr als halbiert worden, was weitere Mittel für Investitionen freimache. Die Verschuldung beträgt 573 Euro pro Kopf.
17 (Vorjahr 15) Geburten stehen 51 (52) Sterbefälle gegenüber. Von den 1241 Beschäftigten arbeiten Uome zufolge 561 in der Gemeinde und 680 auswärts. Die Zahl der Gästeübernachtungen sei erfreulicherweise von 11 182 im Jahr 2014 auf 13 382 im Vorjahr gestiegen.
Revue passieren ließ der Bürgermeister auch das allgemeine Gemeindegeschehen, wobei die Erstellung und Einweihung des "Historischen Platzes" in Mannsflur, die 300 000 Euro teure Sanierung des Trinkwasser-Tiefbrunnens II sowie die Neugestaltung von Kinderspielplätzen herausragten. Uome erwähnte ferner den Neubau einer Unterstellhalle für den Bauhof oder den Breitbandausbau.


Dank an die Feuerwehren

Ein dickes Dankeschön richtete der Bürgermeister an die sechs Feuerwehren mit ihren 178 aktiven Frauen und Männern, die wie die anderen Vereine gute Nachwuchsarbeit leisteten. Derzeit werde der Radonplatz in der Ortsmitte von Marktleugast neu gestaltet. Im kommenden Jahr erfolge die energetische Teilsanierung des Rathauses, das auch einen barrierefreien Zugang erhalten soll.
Beginnen wird Uome zufolge die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik. Weitergeführt werde der Konsolidierungskurs der Marktgemeinde, wozu auch Bemühungen um weitere Stabilisierungshilfen gehören.
Für die Kanalsanierung seien weitere Untersuchungen nötig. Saniert werden müsse der Tiefbrunnen II.
Zu Wort meldete sich in der Bürgerversammlung lediglich Oswald Greim. Er schlug vor, durch ein Windparkprojekt Gewerbesteuereinnahmen in die kommunale Kasse zu bringen. Doch die vor einigen Jahren aufgelegten Planungen hätten ja zu keinen Ergebnissen geführt. Geschäftsstellenleiter Michael Laaner antwortete ihm, dass dies aus Naturschutzgründen nicht möglich war. kpw