von unserer Mitarbeiterin Evi Seeger

Pommersfelden — In ihrer Sitzung am heutigen Donnerstag werden die Pommersfeldener Gemeinderäte einen Nachtragshaushalt zu beschließen haben. Es sind allerdings nicht außergewöhnliche oder überraschende Ausgaben, die dieses Nachtragswerk zu dem bereits im Juni beschlossenen Gemeindeetat notwendig machen.
Wie Kämmerer und Geschäftsleiter Fedor Glinka erläuterte, haben die Gemeinderäte bereits in ihrer Juni-Sitzung beschlossen, ein KfW-Darlehen in Höhe von fast 1,2 Millionen Euro vorzeitig zurückzuzahlen und über ein Darlehen von der Raiffeisenbank Ebrachgrund in gleicher Höhe umzuschulden. Grund dafür sind die derzeit sehr günstigen Zinsen und die wesentlich höheren Zinsen des vor längerer Zeit aufgenommenen Darlehens.


Kommune spart 50 000 Euro

Die Bank lässt sich für die vorzeitige Rückzahlung allerdings ordentlich entschädigen: 232 000 Euro muss die Gemeinde für entgangene Zinsen an die KfW-Bank bezahlen, ein Posten, der im Haushalt bislang nicht veranschlagt war. Für Glinka eine einfache Rechenaufgabe: Die Umschuldung zu dem geringverzinsten Darlehen rentiere sich trotz Zahlung der Vorfälligkeitsentschädigung, erklärt er. Die Gemeinde mache immerhin noch rund 50 000 Euro gut. Und der Gemeindehaushalt könne schneller entschuldet werden. Immerhin hatte die Gemeinde Pommersfelden zum Jahresende 2014 eine Pro-Kopf-Verschuldung von 1115 Euro. Bis zum Jahresende 2015 soll diese auf unter 1000 Euro zurückgefahren werden.