Im Schützenhaus in Creidlitz fand die Hauptversammlung der CSU Coburg-Süd statt. Ortsvorsitzender René Boldt betonte in seinem Rechenschaftsbericht, dass er nun seit zwei Jahren den Ortsverein führe. In dieser Zeit habe die CSU in Creidlitz und Ketschendorf ein attraktives Bild wiedergegeben. Die gute und verbindende Arbeit seines Vorgängers Frank Völker habe es ihm leicht gemacht, Kontakte innerhalb von Creidlitz zu knüpfen und zu erhalten. "Unsere Mitglieder bringen sich ein", betonte der Ortsvorsitzende. Im Gegenzug trete die SPD hier nicht in Erscheinung.
Sehr deutlich stellten Boldt und später auch Bürgermeisterin Birgit Weber heraus: "Wir, als CSU, wollen diese Unterführung. Das sind wir den Menschen schuldig. Das Warten an der Schranke muss ein Ende haben!" Des Weiteren betonte Boldt, dass die CSU Coburg-Süd monatlich einen Stammtisch abhalte. An diesem werde die politische Information gelebt. "Dabei stellt Frank Völker die Ereignisse aus dem Stadtrat vor und ich, als Vorsitzender, stelle mich dann den Fragen aus Bund und Land sowie aus der CSU." Rückblickend verwies er darauf, dass die CSU mit einer großen Delegation am Tag der Vereine das Coburger Schützenfest besucht habe. Darüber hinaus hätten sie mit 40 Mitgliedern eine politische Fahrt zum Landtag in Erfurt unternommen, eine Plenarsitzung besucht und an einer Altstadtführung teilgenommen. Die Mitgliedergewinnung genieße dieses Jahr wieder hohe Priorität. "Zu viele Entscheidungen von oben und ganz oben machen es uns an der Basis nicht gerade leicht, neue Mitstreiter zu finden", monierte der Ortsvorsitzende. Viele Punkte seien von den Parteispitzen immer wieder revidiert worden. "Ich nenne hier nur den Mindestlohn, die Abkehr vom Renteneintrittsalter, G8 oder G9 oder der letzte Klopfer von oben: ein SPD-Bundespräsident Steinmeier. Ein Mann, der nach unserer eigenen Wahlkampfaussage aus 2009 nichts kann außer lächeln." Boldt ermutigte die Mitglieder, das Profil der CSU Coburg-Süd zu schärfen. "Wir stehen für eine Unterführung in Creidlitz. Wir stehen für den Erhalt der Stadtteilschulen in Creidlitz und Ketschendorf. Kurze Beine, kurze Wege, das ist unser Credo. Wir stehen zu unseren Vereinen und wollen, dass diese für ihre Aufgabe an der Gesellschaft auch durch die Stadt eine Infrastruktur zur Seite gestellt bekommen, die es ihnen ermöglicht, ihre Aufgaben zu erfüllen. Wir fordern von der Stadt bessere Straßen ein. Ich denke hier nur an die Straße Unterm Buchberg. Das ist eher ein Schlaglochparadies als eine Straße. Wir fordern die Ausweisung neuer Bauplätze am Rother Weg, damit mehr junge Familien zu uns kommen", fasste Boldt den kommunalpolitischen Willen der Parteimitglieder zusammen.
Viele heiße Eisen wurden bei der Versammlung noch angepackt: die Stromtrassen und die Wahlkampfpolitik des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz, wobei die SPD naturgemäß nicht gut wegkam, der Umbau des Creidlitzer Feuerwehrhauses, der Tourismus in Coburg oder das Parken in der Gabelsberger Straße, wobei über etliche Themen rege diskutiert wurde. Edwin Meißinger