Der "Brandherd" liegt außerhalb: Bei der Entbindung des Eberner Kreisbrandmeisters Achim Baiersdorfer von seinen Aufgaben durch Kreisbrandrat Ralf Dressel, die Landratsamtssprecher Albert am Montag gegenüber unserer Zeitung bestätigte und verteidigte, ging es allem Anschein nach nicht um lokale Befindlichkeiten, sondern um unterschiedliche Ansichten bezüglich des Atemschutzzentrums in Knetzgau.


Landrat soll vermitteln

Während sich der frühere Kommandant der FFW Ebern und aktuelle Kommandant der FTE-Werksfeuerwehr, Baiersdorfer, selbst nicht äußern wollte, machte Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD), selbst aktiver Feuerwehrmann, seinem Unmut über die Entlassung Luft. "Wir als Stadt wurden nur mit einem förmlichen Schreiben ohne Angabe von Gründen informiert. Für mich ist dieser Schritt falsch und überzogen." Unterschiedliche Auffassungen solle man im Gespräch lösen. Er habe sich sofort an den Landrat gewandt mit der Bitte, klärende Gespräche zu führen, da die Absetzung "anscheinend tiefer liegende Probleme hat, besonders um das Atemschutzzentrum".


Fachmann vergrault

Weiter teilt Hennemann mit: "Wir bemühen uns vor Ort um die Zukunft der Feuerwehren in Diskussionen mit allen Beteiligten und erhalten solche Rückschläge von außen, indem qualifizierte Feuerwehrleute vergrault werden."
Zum Thema Atemschutz wollten er, Hennemann, und Untermerzbachs Bürgermeister Helmut Dietz (SPD) einen Gesprächstermin beim KBR bekommen, um die Sachlage zu besprechen. "Das wurde von ihm abgelehnt und uns verweigert", bedauert Hennemann.
Von Kreisbrandrat Dressel gab es außer der Stellungnahme aus dem Landratsamt, wonach es ihm aufgrund eines gestörten Vertrauensverhältnisses zusteht, einen Kreisbrandmeister abzuberufen, noch keine weitere Rückmeldung.