Oesdorf — Ein für sogenannte Gigaliner geplanter und ortsdurchfahrtsfreier Autobahnzubringer von Forchheim zur A 3 nach Adelsdorf, der eine Ortsumgehung Oesdorf/Wimmelbach notwendig macht, hat nicht nur Befürworter. "Es gibt eine Reihe von Gründen, die gegen diesen Ausbau der B 470 sprechen", sagt Lydia Göbel, die sich zu den Gegnern des Projekts zählt. Sie möchte nun eine Bürgerinitiative gründen.
Im Oktober entscheidet sich laut Göbel, welche Bundesstraßenbaumaßnahmen verwirklicht werden sollen. Ist die Umgehungsstraße dabei, dann wird sofort mit der genaueren Planung und daran anschließend mit dem Bau begonnen - und zwar eine durchgehende Verbindung zwischen Oesdorf und Wimmelbach mit drei Abfahrten. Der Flächenverbrauch wäre laut Göbel enorm: "Der dreispurige, kreuzungsfreie Ausbau der B 470 benötigt alleine schon eine Breite von 15 Meter, dazu kommt noch der Parallelverkehr."
Das ergebe unterm Strich eine versiegelte Fläche von etwa zehn Hektar. An der engsten Stelle ist die Flur zwischen Oesdorf und Poppendorf auf der Hochfläche jedoch nur maximal 200 Meter breit.


Treffen am Mittwoch

Da sich bisher nur Befürworter dieser Baumaßnahme getroffen haben, will Göbel nun auch die Gegner zusammenbringen.
"Es sind alle Bürger aus Oesdorf, Wimmelbach, Poppendorf und Heroldsbach eingeladen, die etwas gegen die Ortsumgehungsstraße unternehmen möchten", schreibt Göbel. Das Treffen findet am Mittwoch, 23. September, um 19 Uhr im Sportheim in Oesdorf statt. red