Maroldsweisach — Die undurchsichtigen Pläne der Regierung und der Energieversorger für die Energiewende und das dafür erforderliche neue Hochspannungsnetz rufen die Junge Union Maroldsweisach auf den Plan. Die fordert, wie der Ortsverband um Vorsitzenden Stefan Böhm in einer Pressemitteilung erklärt, Bürgermeister Wolfram Thein (SPD) und die Mitglieder des Gemeinderats auf, rechtzeitig und entschlossen gegen einen Verlauf der Stromtrasse durch das Gemeindegebiet Maroldsweisachs mit allen möglichen Mitteln vorzugehen.
Zwar sei nach den Berichten von Gemeinderat Gerald Hellmuth (CSU) noch kein genauer Verlauf der 380-KV-Drehstromtrasse festgelegt, die Bedenken der JUler seien jedoch groß, dass der Verlauf der sogenannten M28b-Trasse von Schalkau nach Grafenrheinfeld entlang der Bundesstraße 303 realisiert wird, die quer durch das Maroldsweisacher Gemeindegebiet verläuft.

"Keine Panikmache"

"Neben den netten Menschen können wir hier vor allem mit unserer schönen Landschaft, unseren Burgen und Schlössern und der intakten Natur werben", so der Vorsitzende Stefan Böhm, der findet, diese Vorzüge dürften keinesfalls durch eine 80 Meter hohe und 60 Meter breite Stromtrasse verbaut werden.
Böhm, der für die Junge Christliche Union selbst im Gemeinderat vertreten ist, regt eine zeitnahe Informationsveranstaltung für alle Bürger an, um gemeinsam gegen eine mögliche Stromtrasse vorzugehen. Die solle "keine Panikmache seitens der Jungen Union sein", man müsse aber unbedingt die Chance einer möglichen Einflussnahme auf den Trassenverlauf nutzen, bevor es zu spät sein könnte. red