Die Partie der HSC-Zweiten am Samstag in Dresden steht unter keinem guten Stern. Zum einen sind es die Verletzungen bei der zur gleichen Zeit spielenden Bundesliga-Mannschaft, die von unten her aufgefüllt werden muss, und anderseits stehen dem Trainer Ralf Baucke aus privaten Verpflichtungen heraus möglicherweise nicht alle Akteure aus seinem Kader zur Verfügung.
Im Moment ist es noch eine unklare Situation, die der Coach jedoch gelassen hinnimmt, denn: "Ändern kann man an der Situation ohnehin nichts. Wir werden versuchen, in der sächsischen Metropole das Allerbeste herauszuholen", wohlwissend, dass die Trauben beim HC Elbflorenz sicherlich hoch hängen.
Diese Mannschaft darf wegen des schlechten Saisonstarts (Vorletzter) keinesfalls unterschätzt werden. Dresden ist immerhin als Dritter der vergangenen Saison weiterhin auf Liga 2 fokussiert und hat sich nach drei Niederlagen mit dem 27:20-Erfolg über Groß-Umstadt viel Selbstvertrauen zurück geholt. Der Sieg wurde aber erst in der Schlussviertelstunde sicher gestellt. Großem Anteil daran hatte vor allem Torwart Marcel Balster.
Dass die Coburger ihr zuletzt etwas ungenaues Visier besser einstellen müssen, das weiß jeder HSC-Akteur ganz genau. Die "Lehrstunde" im Spiel gegen den TV Großwallstadt, die zum Großteil selbst verschuldet wurde, haben die Spieler des HSC 2000 Coburg II bereits verarbeitet und sehen sich ohne Ausnahme in Dresden in der Pflicht, vieles besser zu machen.
Nicht nur die Wurfausbeute muss erfolgreicher werden, vor allem die vielen technische Fehler dürften einer so erfahrenen Mannschaft nicht passieren.
Mehrere Spieler haben sich von Großwallstadt überrumpeln lassen und dann ihre Linie verloren. Unter Druck braucht sich deshalb weder der Trainer noch die Mannschaft setzen zulassen, schließlich ist die 3. Liga etwas ganz anderes als die Bayernliga.
Neben Haijck Karapetjan spüren auch alle anderen Angreifer immer wieder, dass es in der höheren Liga bedeutend schwieriger ist, sich im 1:1-Spiel erfolgreich durchzusetzen. Die Mannschaft hat jedenfalls das Rüstzeug für die 3. Liga, sie sollte ihre Abreit in Ruhe fortsetzen können und wird dann mit Sicherheit an die begeisternden Leistungen aus dem Aufstiegsjahr anknüpfen. Mit neuem Mut geht die Fahrt an die Elbe, wo der HSC II sicherlich nicht die Favoritenrolle inne hat.