Wenn Landrat Michael Busch (SPD) mit seiner Gitarre unterwegs zu den Kindern ist, dann wird irgendwo immer gesungen und gefeiert. Die Mädchen und Buben des Oeslauer AWO-Kindergartens "Lienhard-Fuchs" platzten fast schon vor lauter Neugier, als der Landrat an ihrem Forschertag zu Besuch kam.
Der Besuch von Busch hatte einen Grund: Der Landrat zeichnete das Kindergartenhaus jetzt zum dritten Mal mit einem Forscherdiplom und der offiziellen Plakette "Haus der kleinen Forscher" aus. Was für eine schöne Belohnung für die kindliche Neugier und den großen Wissensdurst!
Bei dem 2008 ins Leben gerufenen lokalen Netzwerk Coburg Stadt der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" betreut pädagogisches Personal in den Einrichtungen der Region Kinder, um sie frühzeitig an die naturwissenschaftliche und technische Bildung heranzuführen. Dieses Programm ist ein Teil des bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans. Michael Busch würdigte das Engagement der Fort- und Weiterbildung des Kiga-Teams in Oeslau. "Unsere Kolleginnen werden stets für diese Aufgaben in Workshops geschult", ergänzte die Leiterin der Kindertagesstätte, Christine Raczek. "Und die Kinder sind sehr aufgeweckt, machen so gern mit, denn sie entwickeln dabei ja alle ihre Fähigkeiten", sagte Raczek.
Alle zwei Jahre können Kindergärten an der Re-Zertifizierung zum "Haus der kleinen Forscher" teilnehmen. Den Kindern machte es viel Spaß, zu lernen, zu forschen, zu fragen und vor allem zu experimentieren. "Denn wenn man nicht fragt, wird man nicht schlau", antworteten die kleinen Kinder brav, als der Landrat sich nach dem Ablauf des Forschertages erkundigte.
Dann versanken die Knirpse in ihren Forschergruppen, zauberten niedliche Zuckerbilder oder Mandalas und hatten ihren Spaß bei Bewegungsspielen mit Farben und schauten fasziniert den davonfliegenden Seifenblasen nach.
Zuvor hatte der Landrat noch eine Überraschung dabei. Die Kinder lernten spontan vom Ehrengast gleich noch ein Lied: "Sei nicht dumm, frag warum, denn wer fragt, der bleibt nicht dumm". Der Nachwuchs staunte, was für Töne sogar Gitarrensaiten zaubern konnten.
Vom Landratsamt kam die allerbeste Belohnung dazu: jedes Kind erhielt ein kleines Windrad, malte es in seinen Lieblingsfarben aus und trug es wie eine Siegestrophäe für Forschergeist nach Hause. Manja von Nida