Zum Abschied muss Sebastian Hofmann mit der DJK-TSV Pinzberg nach nur einem Jahr den Abstieg aus der Kreisklasse 2 ER/PEG verkraften. Dabei hatte das Team noch einmal alles herausgeholt und die SpVgg Reuth mit 5:3 bezwungen. Doch das reichte nicht, um noch das rettende Ufer zu erreichen, weil auch der Tabellennachbar aus Neunkirchen seine schwere Aufgabe löste.

Alles richtig gemacht, doch am Ende gab es trotzdem nur lange Gesichter ...
Sebastian Hofmann: Ja, so kann man es ausdrücken. Wir haben unser Spiel gegen Reuth nach 1:3-Rückstand noch mit 5:3 gewonnen, aber leider keine Schützenhilfe vom TSV Ebermannstadt erhalten, der ja noch eine Minichance auf Platz 2 hatte, aber - wie man hört - verdient gegen den TSV Neunkirchen II verloren hat. Deshalb müssen wir in die A-Klasse absteigen. Wir hatten natürlich darauf gehofft, dass es anders für uns ausgeht, aber uns war klar, dass es eben auch so kommen kann. Aber wir haben es uns selbst zuzuschreiben. Gegen direkte Konkurrenten wie Hetzles, Poxdorf, Mittelehrenbach oder die Neunkirchener Reserve haben wir es verpasst, den Klassenerhalt klarzumachen. Aber so ist Fußball.

Ein bisschen Erheiterung gab es dann hoffentlich beim gemeinschaftlichen Gucken des ersten EM-Gruppenspiels der deutschen Nationalmannschaft, oder?
Die Stimmung im Sportheim war schon ein wenig gedrückt, aber wir haben in gemütlicher Runde zusammengesessen, und das bisher interessanteste Spiel der EM gesehen. Zum Glück mit einem guten Ende für uns. Zur Pause hätten wir uns aber nicht beschweren können, wenn es 3:2 für die Ukraine steht. Aber es war wichtig für das Nationalteam, die Auftaktbegegnung zu gewinnen. Das nimmt etwas den Druck von den Spielern.

Wie geht es für Sie jetzt weiter?
Ich gönne mir mindestens ein Jahr ohne Fußball. Aber ich wünsche den Pinzbergern, dass sie in der kommenden Saison die sofortige Rückkehr in die Kreisklasse schaffen. Das muss das Ziel sein, denn das Potenzial dafür ist - auch aufgrund der guten Jugendarbeit - auf jeden Fall vorhanden.

Die Fragen stellte
Johannes Höllein


Den letzten Steilpass vor der Sommerpause empfängt am kommenden Wochenende Florian Pihl (DJK Wimmelbach) von Sebastian Hofmann.