Vorra — Bei herrlichem Sonnenschein trafen 71 Jugendgruppen aus dem gesamten Landkreis Bamberg ein. Nach der Startkontrolle machten sich die Teams, bestehend aus jeweils vier Jugendlichen im Alter von 12 bis 18 Jahren, auf den Weg und mussten einen Parcours von insgesamt zehn Stationen bewältigen.
Der Weg führte zunächst zum Bach, wo verschiedene Ausrüstungsgegenstände mit Hilfe eines Seils über das Wasser auf die andere Uferseite befördert werden mussten. Dabei war viel Geschick gefragt.
Bei der nächsten Übung mussten die Jugendlichen Zielsicherheit und Teamfähigkeit beweisen. Mit Wasser vollgesaugte Schwämme waren über ein Hindernis zu werfen und mussten in einem markierten, jedoch nicht sichtbaren Feld liegen bleiben. Die Werfer konnten sich dabei nur auf die Zurufe ihrer Kollegen verlassen.
Bei einem Sackhüpfen der besonderen Art mussten alle vier Mitglieder eines Teams in den überdimensionalen Sack steigen. Diese Übung erforderte vor allem Koordinationsfähigkeit und brachte manche Teams schier zur Verzweiflung.
Auch die folgenden Disziplinen, wie das Wettmelken, der Balanceakt auf Bierkästen und der Hindernislauf mit einer Mülltonne, brachten den Feuerwehrnachwuchs ganz schön ins Schwitzen. Viele Teilnehmer dürften sich deshalb auf eine Abkühlung gefreut haben, die sie bei der Übung "Patschert noss" auch prompt bekamen. Den Jugendlichen wurden Feuerwehrhelme aufgesetzt, auf denen mit Wasser gefüllte Eimer befestigt waren. Damit musste über einen Hindernisparcours in einem vorgegebenen Zeitrahmen möglichst viel Wasser ins Ziel gebracht werden. Dass dies nicht immer zur vollen Zufriedenheit gelang, kann man sich leicht vorstellen und manche Gruppen sahen danach genau so aus, wie es der Name der Übung versprach.

Auch Grübeln gefragt

Die Jugendlichen wurden jedoch nicht nur körperlich gefordert, sondern sie kamen bei manchen Stationen auch ordentlich ins Grübeln. So musste aus einer Vielzahl unterschiedlicher Schrauben und Muttern herausgefunden werden, welche zusammen passen. Bei einer anderen Aufgabe musste erraten werden, wie viele Luftballone in einem VW-Käfer untergebracht waren.
Am späten Nachmittag lagen dann die Ergebnisse vor. Die Gruppe 1 der FFW Pommersfelden-Limbach gewann den Gaudimarsch souverän und durfte aus den Händen von Landrat Johann Kalb (CSU) nicht nur den von ihm gestifteten Siegerpokal, sondern auch den Wanderpokal in Empfang nehmen. Auf den Plätzen 2 und 3 folgten die FFW Straßgiech 1 und die FFW Mönchherrnsdorf 1.
Im Anschluss fand der Festkommers statt. Vorsitzender Andreas Schuhmann ging in seiner Rede auf die Geschichte der Feuerwehr ein. Der Schirmherr, Bürgermeister Jakobus Kötzner (AWL) lobte die gute Nachwuchsarbeit der Wehr und überreichte als Geschenk ein Fahnenband.
Anschließend ehrte der Schirmherr Feuerwehrmänner für die Vollendung der 25-jährigen aktiven Dienstzeit sowie für langjährige Vereinsmitgliedschaften von 25 bis 65 Jahren. Eine besondere Ehrung wurde Werner Messingschlager zuteil. Ihm wurde für seine hervorragenden Leistungen um die Feuerwehr von Kreisbrandrat Bernhard Ziegmann das Steckkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes Bamberg in Silber verliehen.
Am Sonntag marschierten die Fahnenabordnungen von der Kirche ins Festzelt. Dort zelebrierte Pfarrer Wolfgang Schmidt den Festgottesdienst und segnete anschließend die neue Tragkraftspritze der Feuerwehr sowie das Fahnenband des Schirmherrn.
Am Nachmittag fand unter den Ortsvereinen der früher selbstständigen Gemeinde Birkach ein Spiel ohne Grenzen statt, aus dem die DJK/SC Vorra als Sieger hervorging. Die Freude war groß, weil das Gewinnerteam zum ersten Mal den neuen Wanderpokal in den Händen halten durfte. Robert Metzner