Wenn wir heutzutage etwas als "melodramatisch" bezeichnen, so ist das in der Regel abfällig gemeint: zu kitschig, zu pathetisch, zu übertrieben. Ursprünglich aber bedeutet Melodram, dass ein gesprochener Text im Einklang mit einer eigens dazu komponierten Musik vorgetragen wird. Berühmte Komponisten haben sich in dieser Weise ausgedrückt. So sind beim nächsten Konzert der Konzertreihe der Städtischen Musikschule am Samstag, 5. März, um 19 Uhr im Dientzenhofer-Saal Melodramen von Franz Schubert, Robert Schumann und Franz Liszt (nach Balladen von Hebbel) zu hören sowie auch wenig bekannte Kostbarkeiten von Arnold Winternitz oder Eugenio Pierani. Von Hebbel bis Heine, von anrührend über erschrecklich-schaurig bis skurril und hochkomisch reicht die weite Palette dieses Programms mit Martin Neubauer (Sprecher) und Beate Roux (Klavier).
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. red